Die Sprache des Weines kennt viele Begriffe, die – zumindest in ihrer fachspezifischen Bedeutung – nicht allen geläufig sind. Die gebräuchlichsten Termini beschreibt und erklärt das Glossar.

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Saccharomyces
Gattung der Hefen

Die wichtigste Art für die Weingärung ist Saccharomyces Cerevisiae.

Saftabzug

In Frankreich wird dieser Vorgang „Saignéemethode“ genannt. Das Abtrennen eines Mostanteils der Rotweinmaische nennen wir Saftabzug (auch Teil- oder Vorentsaftung), um den Rest der Rotweinmaische auf natürliche Weise in Bezug auf Farb- und Tanninausbeute zu konzentrieren. Der Saftabzug kann als Rosé weiterverarbeitet werden.

saftig

Wein mit ansprechendem Geschmacksbild und anregender Fruchtsäure.

SALON Österreich Wein
Der härteste Weinwettbewerb Österreichs

Der SALON Österreich Wein gilt seit mehr als zwei Jahrzehnten als die „Staatsmeisterschaft“ der heimischen Weine und ist der härteste Weinwettbewerb des Landes. Die 260 Mitglieder werden hauptsächlich über die Landesweinkosten ermittelt (über 7.000 Einreichungen) sowie von Sommelières/Sommeliers, Fachjournalisten und Weinmagazine nominiert.

salzig

Geschmackseindruck, der oft bei mineralischen Weinen empfunden werden kann.

Sämling
Aus Samen gezogene neue Rebsorte.

Ein bekanntes Produkt ist der Sämling 88.

Sämling 88
Neuzüchtung aus dem Jahre 1916 vom deutschen Züchter Georg Scheu.

Er kreuzte Riesling mit Bukettraube. Normale Qualitätsweine finden wir speziell in der Steiermark, diese sind meist angenehm fruchtig. Zur Hochform gelangt die Rebsorte im hohen Prädikatsbereich; Beeren- und Trockenbeerenauslesen faszinieren mit exotischer Fruchtbandbreite, intensiver Aromatik und perfekter Pikanz.

samtig

Weicher Geschmack, mit harmonischem Tanningehalt beim Rotwein.

sauber

Reintöniger Wein ohne geruchlichen bzw. geschmacklichen Fehler.

sauer

Umgangssprachlich für zu reschen Wein, der geschmacklich von hoher Säure geprägt ist.

Sauerfäule
Erscheinungsform der Graufäule

Beerenfäule durch Schimmelpilz; bei unreifem Traubenmaterial Weinfehler (Grau- und Grünfäule), bei physiologisch reifem Traubenmaterial Edelfäule; Voraussetzung für die edelsten Süßwein, wie Beerenauslese, Ausbruch und Trockenbeerenauslese.

Säure
Einer der wichtigsten Bestandteile der Weintraube, des Mostes und des Weines.

Es gibt eine Vielzahl verschiedener Säuren, die bedeutendsten davon sind Weinsäure und Äpfelsäure/Apfelsäure. Weitere wichtige Säurearten sind Zitronensäure, Essigsäure und Bernsteinsäure.

Säureabbau
zweite Gärung

Der biologische Säureabbau (BSA) wird auch zweite Gärung oder malolaktische Gärung (kurz Malo) genannt. Man versteht darunter den Abbau bzw. die Umwandlung der Äpfelsäure zu Milchsäure und Kohlendioxid (CO2). Verantwortlich für diesen Prozess sind bestimmte Bakterien. Weine mit BSA sind weicher, runder und auch stabiler. Für junge, fruchtige, pikante Weißweine ist der biologische Säureabbau unerwünscht.

Säuregehalt

Weine enthalten in der Regel 4 – 10 g/l Säure (im staatlichen Prüfnummernbescheid als Gesamtsäure ausgewiesen); im Extremfall (z.B. Schilcher, Eiswein oder Trockenbeerenauslesen) kann der Säuregehalt auch höher ausfallen.

Sauvignon Blanc
Weißweinsorte

Der Sauvignon Blanc gilt als Shootingstar, nicht nur in der steirischen Weinszene. Wahrscheinlich stammt er aus einer Naturkreuzung aus Traminer x Chenin Blanc. Während früher die grünschotige, würzige Aromatik im Vordergrund stand, werden heute die reifen, mineralischen Sortenvertreter mit reifer, vielschichtiger Frucht (Johannisbeere, Melone) und floraler Ergänzung (Holunderblüten) bevorzugt. Die Bandbreite reicht dabei von klassischen Vertretern aus dem Stahltank bis hin zu Lagen-Sauvignons mit internationalem Touch (BSA, Barrique); auch spannende Mischformen dieser Vinifikationsarten können Weinliebhaber begeistern.

schal

Leerer, ausdrucksloser Wein.

Schampus
Umgangssprachlich Bezeichnung für Champagner.

Auch für Sekt oder Schaumwein verwendet.

Schank
Verkaufspult bzw. Raum, in dem Wein ausgeschenkt wird
Schankwein
Meist unkomplizierter Wein von einfacher Qualität, der in der Gastronomie offen (glasweise) ausgeschenkt wird.

Bevorzugtes Gebinde dafür ist die 1 Liter- oder 2 Literflasche bzw. die Schankanlage.

scharf

Aggressiver Wein, der unharmonische Säure, zu hohen Alkohol und kantige Tannine als Ursache haben kann.

Schaumwein
Gemeinsprachlicher Überbegriff für Wein, der unter Druck Kohlendioxid eingebunden hat.

Optisches Zeichen ist das Schäumen beim Öffnen und Ausschenken und das Mousseux am Gaumen. Wir unterscheiden mehrere Verfahren zur Herstellung: Flaschengärung (klassische Methode), Transvasierverfahren (Filtrationsenthefung), Tankgärung (Méthode Charmat). Bei der Perlweinproduktion wird auch das Imprägnierverfahren angewendet. In Österreich hat Sekt als Qualitätsschaumwein die größte Bedeutung; darüber hinaus ist der Begriff Hauersekt für Österreich geschützt.

Scheurebe
Sämling 88

Neuzüchtung aus dem Jahre 1916 vom deutschen Züchter Georg Scheu; vermutlich kreuzte er Riesling mit einer Wildrebe. Normale Qualitätsweine finden wir speziell in der Steiermark, diese sind meist angenehm fruchtig. Zur Hochform gelangt die Rebsorte im hohen Prädikatsbereich; Beeren- und Trockenbeerenauslesen faszinieren mit exotischer Fruchtbandbreite, intensiver Aromatik und perfekter Pikanz.

Schichtenfilter
Vorgang bei Mosten und Weinen, um unerwünschte Trubstoffe zu entfernen.

Folgende Arten von Filter/Filtration sind gebräuchlich: Schichtenfilter, Kieselgurfilter, Membranenfilter/Kerzenfilter, Vakuum-Drehfilter, Tuchfilter, Zentrifugalfilter/Separator, Cross-Flow-Filter/Mikrofiltration.

Schiefer
Bodentyp

Hartes Gestein mit gutem Wärmespeichervermögen; dieser Bodentyp verleiht den Weinen Mineralität. In Österreich hauptsächlich am Leithaberg und in der Weststeiermark zu finden.

Schilcher
Rosa- bis zwiebelschalenfarbiger Wein, der ausschließlich aus der Rebsorte Blauer Wildbacher erzeugt wird

Seine Heimat ist die Weststeiermark, wo er auf Gneis- und Schieferböden sein charakteristisches, oft grasig-würziges Bukett mit weißen und schwarzen Johannisbeeren entwickelt. Am Gaumen dominiert meist die markante, kernige Säure, die zur Frucht auch die mineralischen Aspekte fördert. Der Begriff Schilcher ist für die Steiermark geschützt. Weitere „pikante“ Produkte aus dem Blauen Wildbacher sind Schilchersturm, Schilcherfrizzante und Schilchersekt.

Schilfwein
Wein aus vollreifen Beeren, die vor dem Abpressen mindestens drei Monate auf Schilf gelagert waren

Durch diesen Konzentrationsprozess (Eintrocknen der Beeren) wird das nötige Mindestmostgewicht von 25° KMW erreicht.

Schimmelton
Weinfehler

Weinfehler, der am dumpf-muffigen Geruch und Geschmack zu erkennen ist; Ursachen meist Botrytisbefall bei unreifen Trauben oder Unsauberkeit in der Kellertechnik.

schlank

Wein ohne große Fülle, der auch mager und dünn, unter Umständen aber auch als elegant, empfunden werden kann.

Schlegelflasche
Flaschenform

Schlanke und hohe Flaschenform, die ursprünglich im Rheingau gebräuchlich war.

Schleier
Leichte Trübung im Wein.
Schlieren
Kirchenfenster

Umgangssprachlich auch Kirchenfenster genannt; diese bilden sich bei extraktreichen Weinen an der Innenseite des Glases.

schmalzig

Runder, voller Wein.

Schmeckerte
Weine von aromabetonten Rebsorten

Gelber Muskateller, Muskat-Ottonel, Sauvignon Blanc, Traminer etc.

Schmelz
Geschmackseindruck

Geschmackliche Eigenschaft von Weinen, die einen hohen Alkohol- und Glyzeringehalt aufweisen und dabei Säure bzw. Tannin harmonisch integriert haben.

Schönung
Verfahren zum Klären bzw. Stabilisieren von Most oder Wein

Dafür dürfen im Weingesetz angeführte Schönungsmittel verwendet werden. Diese werden anschließend aus dem Wein wieder entfernt. Bekannte Schönungen sind Bentonitschönung, Eiweißschönung und Gelantineschönung.

Schwarze Johannisbeere

Essenz oder Likör aus schwarzen Johannisbeeren; Cassis wird gerne als Bezeichnung für das Aroma von Cabernet Sauvignon-Weinen verwendet.

Schwefel
Chemisches Element

Chemisches Element, das im festen, flüssigen oder gasförmigen Zustand als Reduktions- oder Sterilisationsmittel im Weinbau (Netzschwefel) und bei der Vinifikation verwendet wird. Bei der Weinbereitung gehört Schwefel in Form von Schwefeldioxid (SO2) bzw. schwefeliger Säure (H2SO3) zu den notwendigen chemischen Hilfsmitteln, die gesetzlich mit Obergrenzen geregelt und überprüft werden (freier Schwefel, gebundener Schwefel, Gesamtschwefel).

schwefeln

Schwefel wird in der modernen Kellertechnik meist in flüssiger Form aus Druckflaschen dem Wein beigegeben. Aber auch in fester Form (Schnittschwefel oder Schwefelstangen) als Gas oder als Pulver kommt dieser zum Einsatz. Ohne Schwefeln würde Wein schnell oxidativ und schließlich ungenießbar werden. Rotweine benötigen weniger Schwefel als Weißweine oder Süßweine, weil sie mehr konservierendes Tannin enthalten.

Schweif
Umgangssprachlich für Abgang
schwer

Alkoholreicher Wein mit hohem Extraktgehalt.

Schwips

Umgangssprachlich für beginnende „Weinseligkeit“.

Schwund
Natürliche Verdunstung von Wein, vor allem in Holzbehältnissen.

Je kleiner das Fass, desto größer der Schwund durch die prozentuell größere Oberfläche. Auch bei längerer Lagerung von Weinflaschen kann Schwund entstehen.

Seewinkel
südlichster Teil des Weinbaugebietes Neusiedlersee

Bezeichnung für den südlichen Teil des Weinbaugebietes Neusiedlersee (Burgenland), der durch viele kleine Seen und Lacken ein spezielles Kleinklima aufweist.

Seihmost

Most, der ohne Pressen von selbst abfließt (Vorlaufmost).

Sekt
Österreichischer Qualitätsschaumwein, der ausschließlich aus Qualitätsrebsorten hergestellt wird.

Das Kohlendioxid muss durch alkoholische Gärung in der Flasche oder im Tank entstanden sein; der Überdruck muss mindestens 3,5 bar betragen. Sekt darf in Österreich nur von gewerblichen Betrieben bzw. Lohnversektern hergestellt werden; siehe auch Schaumwein.

Sekt-Dosage
Begriff aus der Schaumweinbereitung

Nach dem Degorgieren bzw. vor der Flaschenfüllung wird dem Schaumwein der endgültige Restzuckergehalt verliehen. Bei der Flaschengärung unterscheiden wir zwischen Fülldosage („liqueur de tirage“) und Versanddosage (liqueur d`expédition). Erstere ist ein Wein-Zucker-Hefe-Gemisch, um die zweite Gärung zu starten, die Versanddosage legt den endgültigen Geschmackstypus fest und fällt oft unter das Betriebsgeheimnis.

Der Restzuckergehalt muss am Etikett angegeben sein
•    naturherb, brut nature: unter 3 g/l
•    extra herb, extra brut: 0 bis 6 g/l
•    herb, brut: unter 12 g/l
•    etxra trocken, extra dry: 12 bis 17 g/l
•    trocken, dry, sec: 17 bis 32 g/l
•    halbtrocken, medium dry, demi sec: 32 bis 50 g/l
•    mild, sweet, doux: über 50 g/l

Sekundäraroma
Alle Aromen, die während der Vinifizierung und des Ausbaues entstehen.

Dazu zählen u.a. Gärbukett, Hefetöne, Holzaromen (Barrique).

Selektion

Erlaubte Angabe am österreichischen Weinetikett für qualitativ hochwertigen Wein, die gesetzlich nicht näher definiert ist; siehe auch Ausstich.

Sensorik
Sinnesprüfung

Sensorik bedeutet Sinnenprüfung und ist der Sammelbegriff für die Gesamtheit der Sinneswahrnehmungsvorgänge; in der Weinsensorik spielen vor allem der Gesichts-, der Geruchs- und der Geschmackssinn eine Rolle.

Separator
Zentrifuge

Schleudergerät zum Entfernen von Trubstoffen im Most oder Wein.

Serviertemperatur

Die Temperatur spielt bei der Weinbereitung (Gärtemperatur), bei der Weinlagerung (Lagertemperatur) und speziell im Weinservice eine große Rolle. Für den Trinkgenuss ist die Serviertemperatur des Weines und die ideale Trinktemperatur ausschlaggebend.

Sherryton
Weinfehler

Reaktion von Most- oder Weininhaltsstoffen mit Sauerstoff; allgemein als Luftton oder Sherryton bezeichnet.

Shiraz

Der Syrah ist im südfranzösischen Rhônetal beheimatet und trat von dort seinen Siegeszug als „Weltenbummler“ bis nach Australien an. Dort wird er als Shiraz bezeichnet. Die Rotweinsorte ist in Österreich erst seit 2001 offiziell als Qualitätsrebsorte zugelassen. Die Weine weisen ein intensives, vielschichtiges Aroma auf; vegetabile Elemente, wie Kräuter, Efeu und Eukalyptus, sowie schotige Würze prädestinieren die Weine für Barriqueausbau und lange Lagerfähigkeit.

Silberberg

Weinbauschule in der Südsteiermark

Silvaner
Alte europäische Qualitätsrebsorte

Eine Naturkreuzung aus Traminer x Österreichisch-Weiß, die allerdings in Österreich, im Vergleich zu Deutschland, (wo die Sorte „Silvaner“ heißt) nur geringe Bedeutung hat; die Weine daraus sind eher neutral und mild, aber gute Speisenbegleiter.

Smaragd
Höchste der drei Wachauer Qualitätskategorien

Bezeichnung für nicht aufgebesserte trockene Weine aus physiologisch reifen Trauben ab einem Alkoholgehalt von 12,5 % Alk. Die Bezeichnung erinnert an die Smaragdeidechse, die sich in den Wachauer Weinbergterrassen besonders wohl fühlt; siehe auch Steinfeder und Federspiel.

SO2
Schwefeldioxid

Chemisches Element, das im festen, flüssigen oder gasförmigen Zustand als Reduktions- oder Sterilisationsmittel im Weinbau (Netzschwefel) und bei der Vinifikation verwendet wird. Bei der Weinbereitung gehört Schwefel in Form von Schwefeldioxid (SO2) bzw. schwefeliger Säure (H2SO3) zu den notwendigen chemischen Hilfsmitteln, die gesetzlich mit Obergrenzen geregelt und überprüft werden (freier Schwefel, gebundener Schwefel, Gesamtschwefel).

Sommelier
Weinfachmann

Der Sommelier gilt als Genussberater für den Gast. Als Weinkellner gehört aber auch ein solides Fachwissen in den Bereichen Käse, Kaffe, Bier, Zigarren etc. zum Berufsbild. Weitere Zuständigkeitsbereiche sind Einkauf, Weinkartengestaltung, Service und Beratung (insbesondere Speise und Wein). An den WIFIs erfolgt die dreistufige Ausbildung zum Weinexpterten, Sommelier Österreich und zum Diplomsommelier.

Sommerlière
Weinfachfrau

Die Sommelière gilt als Genussberater für den Gast. Als Weinkellner gehört aber auch ein solides Fachwissen in den Bereichen Käse, Kaffe, Bier, Zigarren etc. zum Berufsbild. Weitere Zuständigkeitsbereiche sind Einkauf, Weinkartengestaltung, Service und Beratung (insbesondere Speise und Wein). An den WIFIs erfolgt die dreistufige Ausbildung zum Weinexpterten, Sommelier Österreich und zur Diplomsommelière.

Sommerwein

In der Regel unkomplizierte Weine, der Jahreszeit entsprechend, mit geringem Alkohol und frischer Säure.

Sonnenbrand

Verbrennungserscheinungen an einzelnen Beeren durch zu starke Sonneneinstrahlung; ergibt im fertigen Wein bittrigen Geschmack.

Sortenbukett
Eigenschaften von Weinen, deren Aroma einen bestimmten Sortencharakter entsprechen.

z.B. Steinobstbukett beim Riesling, Rosenduft beim Traminer.

Souvignier Gris
PIWI-Sorte

Der Souvignier Gris ist eine pilzwiderstandsfähige Sorte, gezüchtet von Norbert Becker, und lässt sich überwiegend in der Steiermark finden. Ihr hoher Ertrag macht Traubenausdünnung notwendig.

Spätlese
Wein aus vollreifen Trauben mit einem Mindestmostgewicht von 19° KMW

Weinkategorie im österreichischen Weingesetz; die Trauben müssen besonderen Anforderungen entsprechen und sind nach dem Mostgewicht aufgebaut:
•    Spätlese (mindestens 19° KMW)
•    Auslese (mindestens 21° KMW)
•    Strohwein, Eiswein, Beerenauslese (jeweils mindestens 25° KMW)
•    Ausbruch (mindestens 27° KMW)
•    Trockenbeerenauslese (mindestens 30° KMW)
Die Restsüße von Prädikatsweinen darf ausschließlich durch Gärungsstillstand oder durch Gärungsunterbrechung, nicht jedoch durch Süßreserve, erlangt werden.

Spätrot
Synonym für Zierfandler
Spätrot-Rotgipfler
Cuvée oder Gemischter Satz aus den beiden weißen Rebsorten Zierfandler (Spätrot) und Rotgipfler in der Thermenregion
spitz

Wein mit unharmonischer, aggressiver bzw. unreifer Säure.

Spontangärung

Durch Naturhefe (ohne Zugabe spezieller Reinzuchthefen) einsetzende Gärung.

spriten

Bei der Produktion von Fortifieds wird dem Wein hochprozentiger Alkohol zugefügt, um dessen Haltbarkeit zu erhöhen; bekannte gespritete Weine sind Port, Sherry, Madeira etc.

spritzen

Umgangssprachlich für Ausbringen von Pflanzenschutzmitteln mittels Sprühverfahren.

Spritzer
Erfrischendes Mischgetränk aus Wein und Mineralwasser

Die Mischung aus Wein mit Soda- bzw. Mineralwasser wird in Österreich als Gespritzter oder G´spritzter bezeichnet. Der G´spritzte ist ein Durstlöscher, vor allem in der warmen Jahreszeit, wird aber auch als Aperitif oder unkomplizierter Speisenbegleiter (wegen seines geringen Alkoholgehalts) gerne eingesetzt. Je nach Mischungsverhältnis (normalerweise 1:1) wird er auch als Sommerg´spritzter (mit mehr Wasser) gerne getrunken.

spritzig

Lebendiger, frischer Wein mit pikanter, natürlicher Kohlensäure.

spucken

Bei professionellen, intensiveren Weinverkostungen ist es üblich, die Proben zu spucken und nicht zu schlucken.

Spund

Holz-, Silikon- oder Glaspfropfen der als Verschluss von Fassöffnungen dient.

St. Laurent
Österreichische Rotweinsorte

Die autochthone österreichische Rotweinsorte ist Mitglied der Pinot-Familie und gilt im Weingarten als launisch und schwierig. Vor allem die Burgundermacher in der Thermenregion und Rotweinspezialisten im Burgenland schaffen es, vom St. Laurent konzentrierte Weine mit viel dunkler Frucht, samtiger Eleganz und feiner Bitterschoko-Herbe zu produzieren. Der Name kommt vom Laurenzitag (10. August), an dem sich die Beeren angeblich zu verfärben beginnen. Weltgrößter Produzent von St. Laurent ist das Stift Klosterneuburg mit über 40 ha in der Riede Stiftsbreite bei Tattendorf.

Staatliche Prüfnummer

Sie kennzeichnet österreichischen Qualitäts- und Prädikatswein und wird erst nach einer chemischen Analyse und einer sensorischen Prüfung (durch eine Kostkommission) vergeben; erkennbar am Etikett als Buchstaben-Ziffernkombination (z.B. N 12345/10).

stahlig

Fest strukturierter, fast harter Wein, der beim Weißwein durch höheren Säuregehalt metallische Assoziationen erweckt; Blaufränkischweine vom südburgenländischen Eisenberg können ebenfalls stahlig wirken.

Stahltank
Weinbehälter

Ein Behälter aus rostfreiem Edelstahl, der in modernen Kellereien bei der Gärung und beim Ausbau vor allem beim Weißwein zum Einsatz kommt, um frisch-fruchtige Weintypen zu erzielen

Staubiger
Junger, noch trüber Wein
Steckenbleiben

Ist die Gärtemperatur zu hoch oder sind die Hefen zu schwach, kann es passieren, dass der Gärprozess zum Erliegen kommt und der Wein mit unerwünschter Restsüße „stecken bleibt“.

Steiermark
generisches Weinbaugebiet

Die Steiermark ist Österreichs drittgrößtes generisches Weinbaugebiet. Groß ist die Sortenvielfalt und vielschichtig das Terroir in den WeinbaugebietenVulkanland Steiermark und Südsteiermark. Diese Vielfalt von der Landschaft bis zu den Weintypen macht den Reiz der Region aus. Statistisch führend ist jeweils der Welschriesling, vom Image her dominiert allerdings der Sauvignon Blanc. Die Weststeiermark konnte als Schilcherland ein eigenständiges Profil entwickeln.

Steillage
Weinbergslage mit großem Gefälle (mindestens 26 % Hangneigung)

In Österreich hauptsächlich in der Wachau und in der Steiermark.

Steinfeder
Geschützte Bezeichnung für trockenen Leichtwein der Winzervereinigung Vinea Wachau Nobilis Districtus mit einem maximalen Alkoholgehalt von 11,5 % vol

Geschützte Bezeichnung für trockenen Leichtwein der Winzervereinigung Vinea Wachau Nobilis Districtus mit einem maximalen Alkoholgehalt von 11,5 % vol. Der Name kommt vom typischen Steinfedergras, dass in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Reben auf den Terrassen der Wachauer Weinberge wächst und in seiner Struktur ebenso leicht ist, wie der namensgleiche Wein. Siehe auch Federspiel und Smaragd.

Steinterrassen
Künstlich angelegte Weinbergterrassen, die mit Steinmauern abgestützt sind.

In extremen Hanglagen, die keine Bewirtschaftung in der Falllinie zulassen, wird Terrassenweinbau betrieben. Durch Trockenmauern und Mauertreppen werden die traditionellen Kleinparzellen gegliedert. Vor allem in der Wachau finden wir Terrassenweinbau.

Steirerland
Weinbauregion für Landwein, die das gesamte Bundesland Steiermark umfasst
Steirischer Junker
Weinmarke der Steiermark

Seit 1995 mit eigenem Markenzeichen (als Logo der Steirerhut mit Gamsbart); der Steirische Junker ist ein Jungwein (Qualitätswein), der Anfang November von über 300 Betrieben präsentiert wird.

sterilisieren

Schädliche Mikroorganismen im Wein bzw. in Gerätschaften der Kellerei werden abgetötet bzw. abgetrennt.

stichig
Weinfehler

Weine mit wahrnehmbarem Weinfehler (hauptsächlich Essigstich oder Milchsäurestich).

Stielfäule
Erscheinungsform der Graufäule

Beerenfäule durch Schimmelpilz; bei unreifem Traubenmaterial Weinfehler (Grau- und Grünfäule), bei physiologisch reifem Traubenmaterial Edelfäule; Voraussetzung für die edelsten Süßwein, wie Beerenauslese, Ausbruch und Trockenbeerenauslese.

Stiellähme

Frühzeitiges Vertrocknen der Traubenstiele, wodurch die Versorgung der Beeren unterbunden wird.

Stifterl
Flaschengröße

Halbe Bouteille (Weinflasche mit 0,375 l Inhalt), die häufig für hohe Prädikatsweine verwendet wird.

Stilistik
Subjektive „Handschrift“ des Winzers beim Weinausbau.
Stillwein

Wein, dessen Kohlensäuregehalt so gering ist, dass er (im Gegensatz zum Schaum- oder Perlwein) weder schäumt noch perlt.

Stinkerl
Weinfehler

Umgangssprachlicher Ausdruck für teilweise unangenehme Geruchskomponenten, wie z.B. leichter Böckser, Brettanomyces, Burgunder- oder Bordeauxstinkerl; kann aber muss nicht unbedingt ein Weinfehler sein.

STK
Steirische Klassik

Eigentlich heißen sie „Steirische Terroir- und Klassikweingüter“; die Vereinigung der steirischen Top-Betriebe arbeitet mit eigenen Qualitätssiegel und Lagenklassifikation und schufen den Begriff „Steirische Klassik“.

Stockdichte
Anzahl der Rebstöcke auf einer bestimmten Weingartenfläche

In Österreich beträgt die Pflanzdichte ca. 5.000 Rebstöcke/ha.

Stockkultur
Alte, niedrige Erziehungsform ohne Drahtrahmen
Stoppel
Kork

Wenn ein Wein "stoppelt", hat er Korkgeschmack.

stoppen

Unterbrechen der Gärung, um natürlichen Restzucker zu erhalten.

strahlend

Brillanter Wein mit äußerst klarer Farbe.

Straußwirtschaft

Deutsche Bezeichnung für Buschenschank bzw. Heuriger.

Strohwein

Wein aus vollreifen und zuckerreichen Beeren, die vor dem Pressen mindestens drei Monate auf Stroh bzw. Schilf gelagert werden; durch diesen Konzentrationsprozess (Eintrocknen der Beeren) wird das nötige Mindestmostgewicht von 25° KMW erreicht.

strukturiert

Wein mit geschmacklicher Festigkeit, Volumen und innerem Gerüst durch nachhaltigen Säure- und/oder Tanningehalt sowie ausgewogenem Alkohol und Extrakt.

stumpf

Doppelbedeutung; einerseits glanzloser Wein ohne Reflexe, andererseits für Wein mit gravierendem Säuremangel bzw. Wein mit Überschwefelung (pelziger, stumpfer Ton, vor allem an den Zähnen).

Sturm
Teilweise angegorener Traubenmost, der ausschließlich aus österreichischen Weintrauben erzeugt wurde.

Sturm darf zwischen 1. August und 31. Dezember des Erntejahres „im Zustand der Gärung“ in Verkehr gebracht werden. Der Begriff Sturm ist für Österreich geschützt.

Subskription

Verfahren der Vorbestellung von hochwertigen Weinen, die sich meist noch in der Phase des Fassausbaus befinden.

Südsteiermark
Weinbaugebiet

Die atemberaubend steilen Hänge der südlichen Steiermark sind typisch für eines der bezauberndsten Weinbaugebiete der Welt. Der Sauvignon Blanc ist unbestritten das Flaggschiff des Gebiets. Mehr lesen

Südsteiermark DAC

Südsteiermark DAC darf seit dem Jahrgang 2018 auf den Markt gebracht werden. Dem steirischen Herkunftssystem folgend wird zwischen Gebietswein, Ortswein und Riedenwein unterschieden. An der Basis dieses dreistufigen Systems stehen Welschriesling, Weißburgunder, Morillon (Chardonnay), Grauburgunder, Riesling, Gelber Muskateller, Sauvignon Blanc, Traminer sowie Cuvées aus diesen Sorten. Mehr lesen

süffig

Eleganter, leichter Wein, der immer wieder zum Trinken animiert.

Sulfate
Chemisches Element

Chemisches Element, das im festen, flüssigen oder gasförmigen Zustand als Reduktions- oder Sterilisationsmittel im Weinbau (Netzschwefel) und bei der Vinifikation verwendet wird. Bei der Weinbereitung gehört Schwefel in Form von Schwefeldioxid (SO2) bzw. schwefeliger Säure (H2SO3) zu den notwendigen chemischen Hilfsmitteln, die gesetzlich mit Obergrenzen geregelt und überprüft werden (freier Schwefel, gebundener Schwefel, Gesamtschwefel).

sur lie
Hefeabzug

Französischer Ausdruck für Hefeabzug; direkt von der Hefe abgezogener Wein.

süß

Geschmackskategorie für Weine mit mehr als 45 g/l Restzuckergehalt.

Süßmostreserve

Unvergorener, durch ein spezielles Verfahren stumm gemachter Traubenmost, der dem Wein vor der Füllung zugegeben wird, um den erwünschten Restzuckergehalt zu verleihen. In Österreich (im Vergleich zu Deutschland) eher selten verwendet. Ab der Qualitätsstufe Kabinett verboten.

Süßreserve

Unvergorener, durch ein spezielles Verfahren stumm gemachter Traubenmost, der dem Wein vor der Füllung zugegeben wird, um den erwünschten Restzuckergehalt zu verleihen. In Österreich (im Vergleich zu Deutschland) eher selten verwendet. Ab der Qualitätsstufe Kabinett verboten.

Süßung

Um den Wein einen erwünschten Restzuckergehalt zu verleihen, ist es erlaubt, im begrenzten Ausmaß diesen mit Traubenmost, konzentriertem Traubenmost (Traubenmostkonzentrat) oder rektifiziertem Traubenmostkonzentrat (RTK) zu versetzen. Österreichischer Landwein und Qualitätswein darf lediglich bis zu einem Restzuckergehalt von max. 15 g/l gesüßt werden. Ab der Qualitätsstufe Kabinett ist Süßung in Österreich verboten.

Süßwein
Umgangssprachliche Bezeichnung für Wein mit hohem Restzuckergehalt.

Prädikatsweine, wie Auslese, Beerenauslese, Trockenbeerenauslese bzw. Dessertwein.

Sylvaner
Alte europäische Qualitätsrebsorte

Eine Naturkreuzung aus Traminer x Österreichisch-Weiß, die allerdings in Österreich, im Vergleich zu Deutschland, (wo die Sorte „Silvaner“ heißt) nur geringe Bedeutung hat; die Weine daraus sind eher neutral und mild, aber gute Speisenbegleiter.

Synonym
Bezeichnung für bedeutungsgleiche bzw. bedeutungsähnliche Begriffe

Bekannte Rebsorten-Synonyme sind z.B. Rivaner – Müller Thurgau, Grauburgunder – Pinot Gris – Ruländer, Zierfandler – Spätrot etc.

Syrah

Der Syrah ist im südfranzösischen Rhônetal beheimatet und trat von dort seinen Siegeszug als „Weltenbummler“ bis nach Australien an. Dort wird er als Shiraz bezeichnet. Die Rotweinsorte ist in Österreich erst seit 2001 offiziell als Qualitätsrebsorte zugelassen. Die Weine weisen ein intensives, vielschichtiges Aroma auf; vegetabile Elemente, wie Kräuter, Efeu und Eukalyptus, sowie schotige Würze prädestinieren die Weine für Barriqueausbau und lange Lagerfähigkeit.

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