Eine Rarität der Thermenregion ist die autochthone Sorte Zierfandler, die sich vom Roten Veltliner ableitet (der zweite Elternteil ist unbekannt, hat aber Ähnlichkeit mit Traminer). Das SynonymSpätrot“ verweist auf die spät reifenden Trauben, die sich an der Sonnenseite rötlich färben.

Herkunft

vermutlich Thermenregion, Österreich

Abstammung

Natürliche Kreuzung aus Roter Veltliner und einer traminerähnlichen Sorte

Weinbaufläche

61,69 ha; 0,1 %

Verbreitung

Diese autochthone Sorte ist eine Rarität der Thermenregion und ist fast nur dort vertreten. Die Anbaufläche ist stabil.

Ein Bild zeigt Trauben der Rebsorte Zierfandler.
© ÖWM / Oberleithner

Wichtige ampelografische Merkmale

Blatt

groß, kreisförmig, drei- bis fünflappig, Unterseite stark behaart

Traube

mittelgroß, sehr dichtbeerig, zylindrisch, geschultert, Beitraube selten; Beeren rundlich, rötlich gefärbt ("Spätrot")

Reifezeit

Reifezeit

sehr früh
früh
früh bis mittel
mittel
mittel bis spät
spät
sehr spät

Bedeutung & Ansprüche

In der Thermenregion werden Zierfandler (Spätrot) und Rotgipfler gerne auch als Spätrot-Rotgipfler ausgebaut, entweder zur Cuvée verschnitten oder schon als Mischsatz in einer Anlage ausgepflanzt. Im Weingarten benötigt Zierfandler die besten Lagen und fühlt sich auch auf seichtgründigen Böden wohl, ist winterfrostempfindlich, sehr botrytisanfällig, verträgt Trockenheit und kalkreichen Boden gut.

Rebflächen in Österreich
(Anteil an der Gesamtfläche der Rebsorte)

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Gesamtfläche in Österreich: 61,69 ha

A picture shows a hand holding a glass of white wine.
© ÖWM / Blickwerk Fotografie

Eigenschaften des Weins

Die Weine zeichnen sich bei guter Reife der Trauben durch Extrakt, angenehme Säure und feine Blumigkeit aus. Beim Ausbau als TBA entsteht ein Honig-ähnliches Bukett, das auch von mineralischen Noten begleitet werden kann.

Link

Autochthone Sorten

Quelle Sorten-Spezifikationen: Höhere Bundeslehranstalt und Bundesamt für Wein- und Obstbau Klosterneuburg, „Österreichische Qualitätsweinrebsorten und deren Klone“, zweite überarbeitete Auflage, September 2015

Quelle Rebfläche: BMLRT nach INVEKOS (Stand 31. Mai 2022)

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