Der Welschriesling stammt vermutlich aus Norditalien („Riesling italico“). Als nächster Verwandter gilt der Elbling. Die Sorte wird auch in Ungarn (Olász Rizling), Slowenien (Laski Riesling) und Kroatien (Graševina) gepflegt.

Herkunft

vermutlich Norditalien (Riesling italico)

Abstammung

Nicht bekannt

Weinbaufläche

2.882,40 ha; 6,4 %

Abstammung

Der Elbling ist die nächstverwandte Sorte. Welschriesling ist nicht verwandt mit dem Weißen Riesling.

Verbreitung

Der vielseitige Welschriesling kann nahezu alle Qualitätsstufen abdecken, vom Sektgrundwein in neutraler, säurebetonter Art – die Trauben dafür kommen meist aus dem Raum um Poysdorf im Weinviertel – über trinkfreudige, trockene Buschenschankweine aus der Steiermark bis hin zur edelsüßen Trockenbeerenauslese aus dem Burgenland, besonders aus dem Seewinkel. Die Anbaufläche ist in den Jahren zwischen 1999 und 2020 merklich zurückgegangen.

Ein Bild zeigt die Trauben der Rebsorte Welschriesling.
© ÖWM / Oberleithner

Wichtige ampelografische Merkmale

Blatt

drei- bis fünflappig, glatt, Blattrand mit scharfer Zähnung

Traube

mittelgroß, sehr dichtbeerig, zylindrisch, geschultert, mit mittelgroßer Beitraube; Beeren rundlich, dünnschalig, punktiert, sehr saftig, gelbgrün gefärbt

Reifezeit

Reifezeit

sehr früh
früh
früh bis mittel
mittel
mittel bis spät
spät
sehr spät

Bedeutung & Ansprüche

Die Weine sind sehr gut für die Sekterzeugung geeignet, es können aber auch ausgezeichnete Prädikatsweine entstehen. Die Qualitätsunterschiede sind sehr groß. Im Weingarten benötigt Welschriesling frühe, warme Lagen und Böden mit guter Magnesiumversorgung. Bei Trockenheit reagiert die Rebe sehr empfindlich und verringert ihren Triebwuchs.

Rebflächen in Österreich
(Anteil an der Gesamtfläche der Rebsorte)

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Gesamtfläche in Österreich: 2.882,40 ha

Ein Bild zeigt eine Hand, die in einem Weingarten ein Glas Weißwein hält.
© ÖWM / Blickwerk Fotografie

Eigenschaften des Weins

Liefert Weine mit höherem Säuregehalt. Trockene Welschrieslinge sind oft sehr frisch mit Aromen nach grünem Apfel und Zitrus; in jüngerer Vergangenheit erzeugen einige Winzer mit längerem Hefekontakt aber auch komplexe, lagerfähige Weine. Prädikatsweine aus dieser Sorte zählen zu den ganz großen Süßweinen der Welt. Beerenauslesen und Trockenbeerenauslesen weisen im Bukett exotische Aromen und am Gaumen eine feine Honignote auf und werden von der charakteristischen Säure gestützt.

Quelle Sorten-Spezifikationen: Höhere Bundeslehranstalt und Bundesamt für Wein- und Obstbau Klosterneuburg, „Österreichische Qualitätsweinrebsorten und deren Klone“, zweite überarbeitete Auflage, September 2015

Quelle Rebfläche: BMLRT nach INVEKOS (Stand 31. Mai 2022)

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