In Österreich sind 26 weiße und 14 rote Rebsorten für die Produktion von Qualitätswein oder Qualitätswein besonderer Reife und Leseart (Prädikatswein) sowie von Landwein zugelassen. Der Rotweinanteil hat sich in den letzten beiden Jahrzehnten verdoppelt und macht derzeit ein Drittel der österreichischen Gesamtrebfläche von knapp 46.500 ha aus.

Österreich hat hervorragende Lagen für international bekannte Sorten wie Riesling, Pinot Blanc, Chardonnay, Muskateller, Traminer, Pinot Noir, Merlot, Cabernet Sauvignon und Syrah. Noch wichtiger ist das Portfolio bodenständiger Rebsorten mit dem Grünen Veltliner an der Spitze, der allein fast ein Drittel der Rebfläche ausmacht. Neuburger, Rotgipfler, Zierfandler, Roter Veltliner (weiß), bzw. Zweigelt, Blaufränkisch, St. Laurent und Blauer Wildbacher (rot) werden heute wieder besonders geschätzt.

In der Genetik vieler Sorten tauchen immer wieder Traminer und Heunisch als Eltern auf. Der Traminer, eine der ältesten europäischen Sorten, wurde vermutlich schon in der Antike aus Wildreben selektioniert. Heunisch ist die Bezeichnung einer Sortenfamilie, die möglicherweise durch die Magyaren aus Ungarn nach Österreich gebracht wurde und sich dort schnell verbreitete. Mindestens 75 heute bekannte Sorten haben Heunisch im Stammbaum, zum Beispiel Chardonnay oder Riesling.

In Österreich haben Rebkunde und Rebzüchtung eine lange Tradition. Sie wird getragen vom Lehr- und Forschungszentrum der Höheren Bundeslehranstalt für Wein- und Obstbau in Klosterneuburg, die im Oktober 2020 ihr 160-jähriges Bestehen feierte. Sie ist damit die älteste Weinbauschule der Welt. Die Abteilung für Rebzüchtung wird von Univ. Doz. Dr. Ferdinand Regner, einem international anerkannten Experten, geleitet. Seine spektakulären Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der Weinsortenerkennung mittels DNA-Analyse erregten weltweit Aufsehen.

Ein Bild zeigt die Traube und das Blatt der Sorte Grüner Veltliner.

Weißweine im Überblick

Für die Produktion österreichischer Qualitätsweißweine sind 26 Rebsorten zugelassen. Darunter findet man viele autochthone Rebsorten, wie z. B. Grüner Veltliner, Zierfandler oder Rotgipfler, die man fast ausschließlich in Österreich antrifft. Derzeit sind ca. zwei Drittel der gesamten österreichischen Weingartenfläche mit weißen Rebsorten bestockt.

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Ein Bild zeigt die Traube und das Blatt der Sorte Zweigelt.

Rotweine im Überblick

14 rote Rebsorten dürfen in Österreich für die Produktion von Qualitätswein verwendet werden. Die österreichische Weinbaufläche ist zu ca. einem Drittel mit Rotweinsorten bepflanzt. Die erfolgreichste österreichische Rotweinsorte ist der Zweigelt, eine österreichische Züchtung.

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Zur Produktion von Qualitätswein zugelassene autochthone Rebsorten

Als „autochthon“ bezeichnet man Rebsorten, die nahezu ausschließlich in einem bestimmten Gebiet durch natürliche Kreuzung oder Mutation entstanden sind und dort auf eine relativ lange Geschichte zurückblicken können. Sie haben sich in der langen Entwicklungszeit gut auf die Standortsverhältnisse eingestellt und erbringen meist nur unter diesen Bedingungen ihre beste Qualität.

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Zur Produktion von Qualitätswein zugelassene Neuzüchtungen

Unter einer Neuzüchtung versteht man die bewusste Kombination von zwei oder mehreren Rebsorten (Einfach- oder Mehrfachkreuzung), mit dem Ziel, dass die neue Sorte möglichst alle guten Eigenschaften der Elternsorten enthält und die schlechten möglichst unterdrückt. Trotz intensiver Bemühungen gelingt dies nur teilweise. Rebzüchtung ist mit einem hohen Zeit- und Kostenaufwand verbunden. In Österreich werden am Lehr- und Forschungszentrum für Wein- und Obstbau in Klosterneuburg neue Sorten gezüchtet.

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