Die 2.368 Hektar große Rebfläche des Kremstals verteilt sich auf drei unterschiedliche Zonen: die historische Stadt Krems, deren westlicher Teil namens „Stein“ direkt an die Wachau grenzt, und das eigentliche Kremstal, die östlich anschließenden mächtigen Lössdecken und schließlich die kleinen Weinorte südlich der Donau rund um das monumentale Stift Göttweig. Seit 2007 steht Kremstal DAC für würzige Grüne Veltliner und elegante, mineralische Rieslinge, die neben der frischen, klassischen bis mittelgewichtigen Linie auch als kräftige Reserve-Weine auf dem Markt kommen.

Weinbaufläche

2.368 ha

Wichtige Weinbauorte

Stein, Krems, Senftenberg, Rohrendorf, Gedersdorf, Furth

Gebiet & Wein

In der alten (Wein-)Kulturstadt Krems ist der Weinbezug überall spürbar: historische Lesehöfe sind Zeugnisse der großen Weinbautradition, die von jungen Winzern, einer innovativen Genossenschaft und einer modernen Weinbauschule erfolgreich in die Moderne geholt wird.
Geologisch verwandt mit der westlich angrenzenden Wachau, herrschen im Stadtgebiet und der engeren Umgebung Urgesteinsverwitterungsböden vor, die sich für Riesling bestens eignen. Ganz anders gelagert sind die Rebflächen im Osten östlich der Stadt. Die gewaltigen Lössterrassen, etwa in den Weinorten Rohrendorf und Gedersdorf, verleihen nicht nur der Landschaft einen ganz besonderen Reiz, sondern prägen auch einen etwas runderen, fülligen Veltlinertyp. Südlich der Donau liegen Furth, Palt, Krustetten, Hollenburg, Oberfucha und Tiefenfucha, überragt vom weithin sichtbaren, 1072 gegründeten Benediktinerstift Göttweig. In diesem Teil des Weinbaugebietes tragen viele kleine Heurigenbetriebe dazu bei, den urtümlichen und bodenständigen Charakter des Kremstals zu bewahren.

Ähnlich wie die benachbarten Weinbaugebiete Wachau und Kamptal kommt liegt auch im das Kremstal in einem klimatischen Spannungsfeld. Das eingeschnittene Flusstal ist gegen die kühlen Winde aus dem Norden gut geschützt, während die Ausläufer des warmen pannonischen Klimas vom Osten her noch relativ deutlich auszumachen sind. So profitiert das Kremstal – wenngleich westlicher gelegen als etwa das Kamptal – von wärmeren Strömungen, was die Weine insgesamt reif und aromatisch macht.

Boden und Klima schaffen gemeinsam hervorragende Bedingungen für saftige, finessenreiche Weißweine, vor allem für Grünen Veltliner und Riesling. Diese formen die Basis für Kremstal-DAC-Weine – in den Stufen Gebietswein, Ortswein und Riedenwein sowie als Reserve-Variante lässt sich deren Herkunft schmecken. Viele berühmte Einzellagen bringen individuelle charakterstarke Riedenweine hervor, etwa Pfaffenberg, Kögl, Wachtberg, Sandgrube, Pellingen, Gebling, Spiegel oder Steinbühel.

In kleinerem Ausmaß prägen aber auch Weißburgunder und elegante, ausdrucksstarke Rotweine, beides unter der Herkunftsbezeichnung „Niederösterreich“, dieses klassische Weinbaugebiet an der Donau, das auch in weintouristischer und kulinarischer Hinsicht viel zu bieten hat.


 

Das Bild zeigt die Ried Steiner Kreuzberg im Kremstal
Das Bild zeigt den Gaisberg im Kremstal

Herkunftssystem Kremstal DAC

Einreichung zur Prüfnummer ab 1. Jänner des auf die Ernte folgenden Jahres, mind. 12,5 % vol., trocken
Einreichung zur Prüfnummer ab 1. Jänner des auf die Ernte folgenden Jahres, mind. 12,0 % vol., trocken
Einreichung zur Prüfnummer ab 1. Jänner des auf die Ernte folgenden Jahres, mind. 12,0 % vol., trocken
Rerserve Icon
Einreichung zur Prüfnummer ab 1. Juli des auf die Ernte folgenden Jahres, mind. 13,0 % vol., trocken

Kremstal DAC
seit Jahrgang 2007

Rebsorten: Grüner Veltliner, Riesling

Stufen:

Alkohol:

Restzucker: trocken

Geschmacksprofil:

Etikettierung: Herkunftsbezeichnung (ggf. inkl. "Reserve") ist auf dem Vorderetikett (sofern kein Rückenetikett vorhanden) anzuführen. Die Angabe des Erntejahres ist verpflichtend.

Geologie

Das Weinbaugebiet Kremstal liegt am südöstlichen Bogen des Waldviertels und des Dunkelsteinerwaldes, aufgebaut aus kristallinen Festgesteinen, und es öffnet sich gegen Osten in das Alpenvorland mit vorwiegend lockeren Gesteinen. Diese Position an der Wind abgewandten Seite des kristallinen Mittelgebirges ist für die weit verbreiteten und teils sehr dicken Lössablagerungen verantwortlich.

Nördlich der Donau werden die Hänge aus manchmal schiefrigem, manchmal festem Paragneis mit Amphibolit- und Granitgneiszügen und gegen Nordwesten aus Gföhler Gneis aufgebaut. Südlich der Donau herrscht Granulit vor. Der helle, sehr harte Granulit ist stofflich mit dem Gföhler Gneis verwandt, aber straff geschiefert und plattig.

Unter den Lockergesteinen dominiert der karbonatische Löss, der stellenweise in mehreren Schichten übereinander liegt. Er kann sowohl die kristallinen Gesteine, als auch alle älteren Schotter, Sande und Tone der teils im Meer, teils von Flüssen abgelagerten Molassesedimente und der Donauterrassen überlagern. Lediglich die tiefsten, flachen Lagen nahe an der schottrigen Talaue der Donau haben keine Lössbedeckung, sondern eine Haut aus feinen Überschwemmungssedimenten.

Kremstal, © ÖWM
Das Bild zeigt einen Schweinsbraten auf einem Teller
© ÖWM/Blickwerk Fotografie

Kulinarik-Tipp

Die nuancenreiche Struktur der Kremstal DAC Weine ermöglicht perfekte Kombinationen mit den unterschiedlichsten Gerichten vom klassischen Schweinsbraten bis zur Frühlingsrolle, wobei hier der Grüne Veltliner im Reservebereich seine Qualitäten als genialer Universalist perfekt ausspielt. Kremstal Rieslinge wiederum sind unter anderem als Begleiter zu bodenständigen, aber auch kreativen Fischgerichten in ihrem Element.

Links & Downloads

 

DAC-Verordnung Kremstal

Kartenmaterial

Bildmaterial

Offizielle Website Kremstal

 

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