Blauer Wildbacher

Der blaue Wildbacher ist ein Heunisch-Sämling, nahe verwandt auch mit dem Blaufränkisch. Im Gegensatz zur sehr kleinen Anbaufläche – seine Heimat ist die Weststeiermark – steht der Bekanntheitsgrad des vorwiegend daraus gekelterten Schilchers. Dieser rosa bis zwiebelschalenfarbige Wein wird wie ein Rosé erzeugt.

Herkunft

Österreich, Wildbach, Steiermark

Abstammung

Natürlicher Sämling von der Sorte Heunisch

Weinbaufläche

458 ha, 1,0 %

Ein Bild zeigt Trauben der Rebsorte Blauer Wildbacher
© ÖWM / Oberleitner

Abstammung: Diese autochthone Sorte ist nahe verwandt mit dem Blaufränkisch.

Verbreitung: Die Sorte ist praktisch nur in der Steiermark vertreten, speziell in der Weststeiermark. Für die Erzeugung von Schilcher ist nur die Sorte Blauer Wildbacher zugelassen, begrenzt auf die Weinbaugebiete der Steiermark.

Wichtige ampelografische Merkmale:
Blatt: ausgewachsenes Blatt keilförmig, drei- bis fünflappig
Traube: ist kleintraubig, dichtbeerig, kegelförmig, geschultert, Beitraube häufig, mit rund­lichen blauschwarzen Beeren und neutral bis grasigem Geschmack

Reifezeit: sehr spät

Bedeutung, Ansprüche: Im Gegensatz zur kleinen Anbaufläche ist der Bekanntheitsgrad des daraus gekelterten Roséweines hoch, der nur aus den Weinbaugebieten der Steiermark kommend, als Schilcher vermarktet werden darf. Dieser rosa bis zwiebelschalenfarbige Wein wird wie ein Rosé erzeugt. Benötigt beste Lagen, ist spätfrostempfindlich und für Oidium und Peronospora sehr anfällig. 

Wein: Rassige Säure, sowie ein markantes Geruchs- und Geschmacksbild kennzeichnen den fruchtig-frischen, robusten Wein, der auch als Aperitif beliebt ist. Auf Gneis- und Schieferböden erreicht die Sorte ein grasig-würziges Bukett. Aus Blauem Wildbacher werden auch Rotweine, sowie auch Prädikats- und Eisweine erzeugt.

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Autochthone Sorten

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