Südsteiermark
Rassiger Sauvignon Blanc aus dem wildromantischen Hügelland

Die Südsteiermark steht für duftige, frische Weine, vor allem aus der Leitsorte Sauvignon Blanc. Doch auf den 2.563 Hektar Rebfläche ist genügend Platz für ein breites Sortenspektrum vom Welschriesling über Morillon und Muskateller bis zum Traminer. Hier, in einer der reizvollsten Weinlandschaften Europas, ist Weinbau allerdings Schwerarbeit, sind doch die meisten Rebflächen extreme Steilhänge.

Weinbaufläche

2.563 ha

Wichtige Weinbauorte

Gamlitz, Ratsch, Berghausen, Spielfeld, Leutschach, Sausal: Kitzeck, Sankt Nikolai

Gebiet & Wein

So vielschichtig wie die Rebsorten sind auch die Böden, die im Weinbaugebiet Südsteiermark zur Verfügung stehen. Sie reichen von Sand und Schiefer bis zu Mergel und Kalkstein. Feuchtwarmes, mediterranes Klima bestimmt den langen Vegetationsverlauf, kühle Nächte fördern die Entwicklung einer reichhaltigen Aromatik, die den Weißweinsorten zu Nuancenreichtum und Noblesse verhilft. Dies gilt sowohl für die schlanken, fruchtbetonten Jungweine – als „Junker“ die Vorboten des neuen Jahrgangs – als auch für die besonders gebietstypischen Weißweine, die mit der geschützten Ursprungsbezeichnung "Südsteiermark DAC" auf den Markt kommen.
Die herkunftstypischen südsteirischen DAC-Weine gliedern sich – wie ihre Pendants in der Weststeiermark und im Vulkanland – in drei Stufen: Gebietswein, Ortswein, Riedenwein. Eine Besonderheit aller steirischen DAC-Weine: Sie müssen per Hand gelesen werden müssen.

Speziell die Rebsorte Sauvignon Blanc konnte sich im Zuge der kontinuierlichen Weiterentwicklung an die Spitze emporarbeiten, und heute gehören Sauvignons aus der Südsteiermark zur Weltklasse. Rund ein Fünftel der Anbaufläche des Gebiets ist mit dieser Sorte bepflanzt, das gebietstypische Spektrum reicht von duftig-frischen Exemplaren bis zu hocheleganten Spitzen-Sauvignons mit unverwechselbarem Terroirausdruck. Kein Wunder also, dass diese Sorte das Feld der zugelassenen DAC-Rebsorten anführt: Gemeinsam mit Welschriesling , Weißburgunder, Morillon (Chardonnay), Grauburgunder, Riesling, Gelber Muskateller und Traminer bildet der Sauvignon Blanc die Basis für die Südsteiermark-DAC-Weine. Besonders in den Gegenden um Eichberg, Leutschach und Gamlitz gehört der Gelbe Muskateller zu den Sortenstars. Der Riesling ist die Spezialität um Kitzeck im Sausal, wo auch die steilsten (mit mehr als 100 Prozent Hangneigung) und höchstgelegenen (bis über 600 Meter Seehöhe) Weingärten der Steiermark zu finden sind. Burgunder-Freunde werden unter anderem bei substanzreichen Morillons (Chardonnays) von kalkreichen Böden rund um Ehrenhausen fündig.
Klingende Namen von Lagen wie Czamillonberg, Grassnitzberg, Kittenberg, Nussberg, Obegg, Sernauberg, Kranachberg oder Zieregg wecken Assoziationen zu den entsprechenden Topweinen.

Den nachhaltigen Erfolg der südsteirischen Weine garantiert eine äußerst aufgeschlossene Winzerschaft, die auf Reisen und bei Praxisaufenthalten in der internationalen Weinwelt Erfahrungen gesammelt hat. Doch auch die Weinbauschule in Silberberg trägt in Theorie und Praxis dazu bei, Nachwuchswinzer mit besten Qualifikationen auszustatten.

Die steirischen Spitzenweine haben mittlerweile nicht nur auf den Weinkarten der regionalen Gastronomie Einzug gehalten, sondern sorgen auch international für Aufsehen. Erzherzog Johann, ein Weinbaupionier mit für seine Zeit „europäischem“ Weitblick in Sachen Weinkultur, dessen Spuren bis heute im Gebiet nachvollziehbar sind, wäre heute stolz auf seine südsteirischen Winzer.

Ratsch Koebelberg
Kitzeck Steinriegel

Südsteiermark DAC
seit Jahrgang 2018

Gebietsweine Ortsweine Riedenweine
Inverkehrbringung ab 1. Mai des auf die Ernte folgenden Jahres [ausgenommen Schilcher (nur Weststeiermark) ab 1. Februar] höchstens 4,0 g/l Restzucker; ***
Inverkehrbringung ab 1. Mai des auf die Ernte folgenden Jahres [ausgenommen Schilcher (nur Weststeiermark) ab 1. Februar] höchstens 4,0 g/l Restzucker **

Südsteiermark DAC: Kitzeck-Sausal, Eichberg, Leutschach, Gamlitz, Ehrenhausen
Vulkanland Steiermark DAC: Oststeiermark, Riegersburg, Kapfenstein, St. Anna, Tieschen, Klöch, Straden, St. Peter
Weststeiermark DAC: Ligist, Stainz, Deutschlandsberg, Eibiswald
Inverkehrbringung ab 1. März des auf die Ernte folgenden Jahres [ausgenommen Welschriesling und Schilcher (nur Weststeiermark) ab 1. Dezember] höchstens 4,0 g/l Restzucker; *

Handlese
verpflichtend!

Zugelassene Rebsorten: Welschriesling , Weißburgunder, Morillon, Grauburgunder, Riesling, Gelber Muskateller, Sauvignon Blanc, Traminer und Blauer Wildbacher (als Schilcher; nur in der Weststeiermark) sowie Cuvées daraus.
* Riesling und Traminer mit der Bezeichnung „trocken
** Traminer & Rieslingtrocken“; Klöcher Traminer auch "halbtrocken" bzw. ab Prädikatsweinstufe ohne begrenztem Restzuckergehalt
*** Riesling, Gelber Muskateller und Traminer mit der Bezeichnung „trocken

Key Facts

Rebsorten: Welschriesling , Weißburgunder, Morillon, Grauburgunder, Riesling, Gelber Muskateller, Sauvignon Blanc, Traminer sowie Cuvées daraus

Stufen:

Alkohol:

    k.A.

Restzucker:

Geschmacksprofil:

    k.A.

Etikettierung:

  • Südsteiermark DAC: Herkunftsbezeichnung (inkl. „DAC“) ist auf dem Hauptetikett (Etikett mit sämtlichen verpflichteten Angaben) und dem Vorderetikett verpflichtend anzugeben. Die Angabe des Erntejahres ist verpflichtend.
  • Südsteiermark DAC mit Ortsangabe: Herkunftsbezeichnung (inkl. „DAC“) und die Ortsangabe sind auf dem Hauptetikett (Etikett mit sämtlichen verpflichteten Angaben) und dem Vorderetikett verpflichtend anzugeben.
  • Südsteiermark DAC mit Riedenbezeichnung: Herkunftsbezeichnung (inkl. „DAC“) und die Ried sind auf dem Hauptetikett (Etikett mit sämtlichen verpflichteten Angaben) und dem Vorderetikett verpflichtend anzugeben.
  • Qualitätsweine mit der Angabe des Weinbaugebietes Steiermark dürfen keine kleinere geografische Angabe als "Steiermark" enthalten.

Leitsorten Ortswein:

Geologie

Der Sausal mit seinen steilen Weinhängen wird aus phyllitischen Tonschiefern mit Lagen von Grünschiefern und Quarziten des Ostalpins aufgebaut. Auch auf den Hängen um und nördlich Silberberg, am Nestelberg und Rirpenegg finden sich diese nicht allzu harten Festgesteine. Am Grillkogel sind zusätzlich Kalksteine und tonig-kieselige Kalke des Erdaltertums aufgeschlossen.

Der Großteil der Weingärten der Südsteiermark steht auf grobkörnigen, von Flüssen abgelagerten Schottern, die teilweise zu Konglomeraten verfestigt sind, auf Mergeln, tonigen Schluffen und Sanden des sogenannten Steirischen Schliers, auf Konglomeraten, Schottern der Kreuzberg-Formation sowie auf Sanden und Mergeln der Weissenegg-Formation. Letztere Einheiten gehören zu den im Meer der Paratethys abgelagerten Sedimenten des Steirischen Beckens und haben ein Alter zwischen etwa 18 und 15 Millionen Jahren. Sie sind in Korngröße und Kalkgehalt sehr wechselhaft, reine Kalksteine, ähnlich dem Leithakalk und treten lokal zwischen Wildon und Graßnitzberg auf.

Wurzelkrapfen
© ÖWM / Blickwerk Fotografie

Kulinarik-Tipp

Südsteiermark-DAC-Weine sind vielseitige Speisenbegleiter. Zu regionalen Spezialitäten im typischen Buschenschank, zu Backhendl oder steirischem Wurzelkarpfen mit Kren lassen sich klassische Sauvignon Blancs, Welschrieslinge, Weißburgunder und sogar Muskateller hervorragend kombinieren, zu Brathendl aus Sulmtaler Huhn glänzt körperreicher Morillon. Aber auch auf den Karten internationaler Top-Restaurants sind südsteirische Weine rund um den Globus zu finden. Besonders die großen Sauvignons beweisen dort ihre Klasse als Begleiter vielfältigster Küchenstile, egal ob Fisch, Gemüse oder in speziellen Kombinationen gar rotes Fleisch die Grundlage bilden.

Links & Downloads

DAC-Verordnung Südsteiermark

Bildmaterial

Kartenmaterial

Offizielle Webseite Steiermark

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