Die Sprache des Weines kennt viele Begriffe, die – zumindest in ihrer fachspezifischen Bedeutung – nicht allen geläufig sind. Die gebräuchlichsten Termini beschreibt und erklärt das Glossar.

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Kellerpartie
Gemütliches Beisammensein in einem Hauerkeller

Beliebter Wochenendtrip der Österreicher zu "ihrem" Winzer.

Kellerschimmel
Schimmelpilz im Weinkeller

Meist dunkler, fast schwarzer Schimmelpilz, der in Weinkellern mit hoher Luftfeuchtigkeit wächst; er ernährt sich von flüchtigen Weininhaltsstoffen und wirkt feuchtigkeitsregulierend.

Kellertemperatur

Die optimale Kellertemperatur für die Lagerung von Wein beträgt zwischen 8° und 14° C. Je niedriger die Temperatur ist, desto langsamer entwickelt sich der Wein. Bei hoher Temperatur oder oftmaligen Temperaturschwankung besteht Oxidationsgefahr.

Kelter
Ein Gerät zum Ausquetschen oder Auspressen von Weintrauben oder Maische.

Heute sind meist schonende pneumatische Pressen als sogenannte Schlauch- oder Balgpressen im Einsatz. Noch vereinzelt finden wir hydraulische Horizontalpressen; die Baumpressen haben nur noch historische Bedeutung. Weitere in Österreich selten vorkommende Pressen sind Korbpressen und Schneckenpressen.

keltern
pressen

Arbeitsschritt bei dem der Most von den festen Bestandteilen der Weintrauben bzw. der Maische getrennt wird.

Keltertraube

Traube für die Gewinnung von Wein (im Gegensatz zur Tafeltraube).

kernig
körperreich

Körperreicher Wein mit entsprechender Säure.

Kerzenfilter
Speziell feiner Membranenfilter, der für die Sterilfiltration besonders geeignet ist

Ein Kerzenfilter wird für die Filtration = Vorgang bei Mosten und Weinen, um unerwünschte Trubstoffe zu entfernen, verwendet. Folgende Arten von Filter/Filtration sind gebräuchlich: Schichtenfilter, Kieselgurfilter, Membranenfilter/Kerzenfilter, Vakuum-Drehfilter, Tuchfilter, Zentrifugalfilter/Separator, Cross-Flow-Filter/Mikrofiltration

Kieselgurfiltration
Anschwemmfiltration

Anschwemmfilter; wird eingesetzt um die groben Trubstoffe aus dem Jungwein zu entfernen.

Kirchenfenster
Umgangssprachlich für Viskosität beim Wein

„Kirchenfenster“ bilden sich beim langsamen Herabrinnen des Weines an der inneren Glaswand; verursacht durch Inhaltsstoffe, wie Glyzerin, Extrakt und Zucker; je intensiver die Schlieren, desto konzentrierter und extraktreicher der Wein.

Klapotetz
Wahrzeichen und touristische Attraktion in der Steiermark

Windradähnliche Lärmvorrichtung, die zur Traubenreife die gefräßigen Vögel vertreiben soll.

klar

Wein ohne jegliche Trübung.

Klärung

Absetzen von Trubstoffen im Wein auf statische oder mechanische Weise; wird auch als entschleimen oder absetzen bezeichnet.

Klassifizierung
Ordnungssystem von Herkunftsbezeichnungen mit hierarchischer Gliederung.

Die EU klassifiziert mit den Kategorien „Wein“ (ohne Herkunft), „Wein mit geschützter geografischer Angabe“ (Landwein) und „Wein mit geschützter Ursprungsbezeichnung“ (Qualitätswein). Auch bei den Österreichischen Traditionsweingütern besteht eine Lagenklassifikation.

Klassik
Zusatzbezeichnung für Weine oder Sekt g.U.

Bei Wein sind die Begriffe „Klassik“ oder „Classic“ nur für Jahrgangsweine mit besten erkennbaren Eigenschaften hinsichtlich ihrer sortentypischen Eigenart und Herkunft zugelassen (Prädikatsweine ausgenommen). Bei Weinen mit der Bezeichnung „Weststeiermark DAC“ sind Begriffe wie „Classic“ oder „Klassik“ ausschließlich bei Weinen der Kategorie Gebietswein mit der traditionellen Bezeichnung Schilcher zulässig.

Sekt mit geschützter Ursprungsbezeichnung (Sekt g.U.) und Qualitätsschaumwein mit geschützter Ursprungsbezeichnung (Qualitätsschaumwein g.U.) dürfen ausschließlich in Verbindung mit den Begriffen "Klassik", "Reserve" und "Große Reserve" und unter Einhaltung bestimmter Kriterien in Verkehr gebracht werden.

klassische Rebsorten

In Österreich sind klassische Rebsorten die heimischen Vertreter, wie Grüner Veltliner, Riesling, Weißburgunder, Blauer Zweigelt, Blaufränkisch etc.

klein

Leichter, dünner Wein mit wenig Alkohol und Extrakt.

Klevner
Weißburgunder

Der Weißburgunder wurde früher in der Steiermark manchmal "Klevner" genannt.

Klima, Klimaarten
Die Summe der wetterbildenden Elemente.

Die Summe der wetterbildenden Elemente, wie Temperatur, Sonnenstunden, Niederschläge etc., die über einen längeren Zeitraum vorherrschen, werden – im Unterschied zum kurzfristigen Wetter – als Klima bezeichnet. Wir unterscheiden zwischen Makroklima (große Klimazonen), Mesoklima (klimatischer Einfluss in einzelnen Ländern oder Regionen) oder Kleinklima (Mikroklima) in einzelnen Rieden bzw. Lagen. In Österreich sind drei Klimazonen relevant: das kontinentale Klima, das pannonische Klima und das mediterrane Klima.

Klon
Die durch ungeschlechtliche Vermehrung entstandene Nachkommenschaft eines Lebewesens.

Aus einem Rebstock, der ungeschlechtlich vermehrt wurde, entstehen Rebklone, die mit der Mutterpflanze genetisch identisch sind. Trotzdem unterliegen auch Klone im Laufe der Zeit bestimmten Veränderungen. In Österreich ist die Weinbauschule Klosterneuburg in der Klonforschung am Weinsektor aktiv tätig.

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