Österreichischer Wein zu heimischem Wild

Die Regionen Österreichs bringen eine Vielzahl unterschiedlichster Weine hervor und sind gleichzeitig Heimat für viele Wildarten, die der heimischen Küche zahlreiche kulinarische Genüsse bieten.

Rehmedaillons, Copyright ÖWM
Rehmedaillons, © ÖWM

Großes Spektrum heimischer Weine für vielfältiges Wildangebot

Das gute Glas österreichischen Weines war immer schon die ideale Begleitung von Wildspeisen, allerdings zeigt sich, dass nicht nur ein schwerer Rotwein die beste Wahl für ein Wildgericht sein muss. Der heimische Wein brilliert in allen Facetten und engagierte Winzer bringen mit viel Know-how aus den vorhandenen Aromen der jeweiligen Trauben das Beste in die Flasche. Diese Vielfalt der österreichischen Weinlandschaft entspricht der neuen Wildbretküche, deren Zugang zu diesem edlen Naturprodukt entspannter und leichter wurde.

Reife Weine zum Wild

„Um einem geschmackvollen Fleisch wie Wild einen angemessenen Wein zur Seite zu stellen, ist der Griff zu reiferen Weinen die beste Wahl. Viele österreichische Weine, Weiß- wie auch Rotweine, haben durch ihre Dichte ein großes Reifepotenzial. Während der Lagerung entwickeln die Aromen der Trauben weitere neue Geschmacksnuancen und machen den Wein noch vielschichtiger und interessanter“, erläutert Willi Klinger, Geschäftsführer der österreichischen Weinmarketingservicegesellschaft (ÖWM). Grundsätzlich sind Weine nach zwei bis drei Jahren gut gereift, manche können allerdings auch über zehn Jahre lagern und sich dabei ausgezeichnet entwickeln.

Streben nach Harmonie bestimmt die Weinauswahl

Alte Weinweisheiten wie „Weißer Wein zu hellem, roter Wein zu dunklem Fleisch“ führen gerade bei der herbstlichen Wildbretküche nicht immer zu der idealen Weinauswahl. Dem zart gebratenen Rehfleisch steht ein reifer Chardonnay gleich gut wie ein würziger Rotwein, zu einem Fasan ist klassisch ausgebauter Zweigelt oder St. Laurent ein idealer Partner. Wie findet man nun den idealen Wein zum Wild? Die Intensität von Speise und Wein muss sich die Balance halten, die Geschmacksrichtungen sollen einander gegenseitig unterstützen. Da die zeitgeistige, leichte Küche das Wild nicht mehr stark würzt und so dessen eigener Wohlgeschmack in den Vordergrund treten kann, ist die Aromatik der österreichischen Weine einer der wichtigsten Auswahlfaktoren. Reife Chardonnays und Weissburgunder weisen oft nussige Noten auf, Zweigelt zeigt Kirsch- und Zwetschgenaromen, St. Laurent besticht durch dunkle Frucht und feine Würze, Blaufränkisch erinnert an dunkle Beeren und hochwertiger Grüne Veltliner ist oft füllig und spielt mit reifen Mandeltönen. Weine, die im Barrique ausgebaut sind, erinnern oft an Vanille, Toast oder leichte Rauchtöne.

Wann und wo Wild kaufen?

Frisches Wildbret ist das ganze Jahr über erhältlich, wenngleich sich die beste Zeit, vor allem Rehwild, vom 1. Mai bis zum 31. Dezember erstreckt. Die heimische Jägerschaft hat die Adressen vieler Ab-Hof Wildlieferanten auf www.wildbret.at zusammengestellt, auf höchste Fleischqualität können sich Konsumenten auch hier durch EU-konforme Qualitätskontrollen verlassen.

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