Weinlexikon von A-Z

Die Sprache des Weines kennt viele Begriffe, die – zumindest in ihrer fachspezifischen Bedeutung – nicht allen geläufig sind. Die gebräuchlichsten Termini beschreibt und erklärt das Glossar.

Sie haben einen Begriff nicht gefunden?

Sie haben einen Begriff gesucht, der in unserem Glossar noch fehlt? Dann schreiben Sie uns und helfen Sie uns das Weinglossar zu komplettieren!

Deckwein
Farbverstärker

Wein, der zur Verstärkung der Farbintensität eingesetzt wird; teilweise erfüllt die Sorte Blauburger bei uns diese Funktion

degorgieren
Entfernen des Hefesatzes

Entfernen des Hefesatzes aus der Flasche beim Schaumwein bei der klassischen Methode.

Degustation
Verkostung

Weinbeurteilung und Weinanalyse auf Basis der sinnlichen Wahrnehmungen von Farbe, Geruch und Geschmack; oft in Verbindung mit Weinbewertung.

Dekanter
Karaffe

Karaffe zum Dekantieren von Wein

dekantieren
umgießen

Der Wein wird vor dem Servieren aus der Flasche in eine Karaffe (Dekanter) umgegossen, um ihn vom Depot zu trennen. Hat der Wein kein Depot und braucht er nur Luft zum Entwickeln, nennt man dies Belüften.

Dekantierkorb

Zur Erleichterung des Dekantiervorganges werden meist Dekantierkörbe eingesetzt.

Depot
Lager

Der Begriff kommt aus dem Französischen und bedeutet absetzen. Gemeint ist der Bodensatz, der sich speziell bei Rotweinen im Laufe der Alterung in der Flasche gebildet hat; er besteht aus abgestorbenen Hefen und Farbstoffen.

Dessertwein
Prädikatswein

Weinkategorie im österreichischen Weingesetz; die Trauben müssen besonderen Anforderungen entsprechen und sind nach dem Mostgewicht aufgebaut:

Spätlese (mindestens 19° KMW)

Auslese (mindestens 21° KMW)

Strohwein, Eiswein, Beerenauslese (jeweils mindestens 25° KMW)

Ausbruch, Trockenbeerenauslese (mindestens 30° KMW)

Die Restsüße von Prädikatsweinen darf ausschließlich durch Gärungsstillstand oder durch Gärungsunterbrechung, nicht jedoch durch Süßreserve, erlangt werden.

dezent

Ein Wein, der fein und zart ist, wird als dezent bezeichnet

dicht

Ein Wein, der intensiv und kräftig ist, wird als dicht bezeichnet; bei Rotwein auch auf dunkle Farbe bezogen.

Digestif
Getränk nach dem Essen

Alkoholisches Getränk, das nach dem Essen zum Zweck der Verdauungsförderung getrunken wird; meist werden Spirituosen als Digestif eingesetzt.

Dionysos
Griechischer Gott

Griechischer Gott, auch für Wein und Weinbau „zuständig“.

Direktträger
nicht veredelte Reben

Unter diese Bezeichnung fallen Rebsorten, die nicht veredelt wurden; auch Kreuzungen aus Amerikanerreben und europäischen Rebmaterial sowie Hybriden fallen unter diesen Begriff.

Domäne
Weingut

Deutsche Bezeichnung für Weingut; auch in Österreich verwendet.

Doppel-Magnum
Angabe zur Flaschengröße

Flaschengröße mit 3 l Inhalt, die manchmal auch als Jeroboam (speziell in der Champagne) bezeichnet wird.

Doppler
2 Liter Flasche

Traditionelle österreichische Flaschenform mit 2 l Inhalt; volkstümlich auch als „Austro-Magnum“ bezeichnet.

Dosage
Begriff aus der Schaumweinbereitung

Nach dem Degorgieren bzw. vor der Flaschenfüllung wird dem Schaumwein der endgültige Restzuckergehalt verliehen. Bei der Flaschengärung unterscheiden wir zwischen Fülldosage („liqueur de tirage“) und Versanddosage (liqueur d`expédition). Erstere ist ein Wein-Zucker-Hefe-Gemisch, um die zweite Gärung zu starten, die Versanddosage legt den endgültigen Geschmackstypus fest und fällt oft unter das Betriebsgeheimnis.

Drahtrahmenerziehung
Kulturform im Weingarten

Art der Gestaltung von Rebstöcken im Weingarten. Die wichtigsten Erziehungsformen in Österreich ist die Drahtrahmenerziehung; eine Spezialform davon ist die Hochkultur nach Lenz Moser, die die einst weitverbreitete Stockkultur ablöste.

drüber

Wein, der nicht mehr genussfähig ist, wird umgangssprachlich als „drüber“ bezeichnet.

Drucktank
Stahltank

Stahltank vorwiegend für die Schaumweinbereitung.