Die Sprache des Weines kennt viele Begriffe, die – zumindest in ihrer fachspezifischen Bedeutung – nicht allen geläufig sind. Die gebräuchlichsten Termini beschreibt und erklärt das Glossar.

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spitz

Wein mit unharmonischer, aggressiver bzw. unreifer Säure.

Spontangärung

Durch Naturhefe (ohne Zugabe spezieller Reinzuchthefen) einsetzende Gärung.

spriten

Bei der Produktion von Fortifieds wird dem Wein hochprozentiger Alkohol zugefügt, um dessen Haltbarkeit zu erhöhen; bekannte gespritete Weine sind Port, Sherry, Madeira etc.

spritzen

Umgangssprachlich für Ausbringen von Pflanzenschutzmitteln mittels Sprühverfahren.

Spritzer
Erfrischendes Mischgetränk aus Wein und Mineralwasser

Die Mischung aus Wein mit Soda- bzw. Mineralwasser wird in Österreich als Gespritzter oder G´spritzter bezeichnet. Der G´spritzte ist ein Durstlöscher, vor allem in der warmen Jahreszeit, wird aber auch als Aperitif oder unkomplizierter Speisenbegleiter (wegen seines geringen Alkoholgehalts) gerne eingesetzt. Je nach Mischungsverhältnis (normalerweise 1:1) wird er auch als Sommerg´spritzter (mit mehr Wasser) gerne getrunken.

spritzig

Lebendiger, frischer Wein mit pikanter, natürlicher Kohlensäure.

spucken

Bei professionellen, intensiveren Weinverkostungen ist es üblich, die Proben zu spucken und nicht zu schlucken.

Spund

Holz-, Silikon- oder Glaspfropfen der als Verschluss von Fassöffnungen dient.

St. Laurent
Österreichische Rotweinsorte

Die autochthone österreichische Rotweinsorte ist Mitglied der Pinot-Familie und gilt im Weingarten als launisch und schwierig. Vor allem die Burgundermacher in der Thermenregion und Rotweinspezialisten im Burgenland schaffen es, vom St. Laurent konzentrierte Weine mit viel dunkler Frucht, samtiger Eleganz und feiner Bitterschoko-Herbe zu produzieren. Der Name kommt vom Laurenzitag (10. August), an dem sich die Beeren angeblich zu verfärben beginnen. Weltgrößter Produzent von St. Laurent ist das Stift Klosterneuburg mit über 40 ha in der Riede Stiftsbreite bei Tattendorf.

Staatliche Prüfnummer

Sie kennzeichnet österreichischen Qualitäts- und Prädikatswein und wird erst nach einer chemischen Analyse und einer sensorischen Prüfung (durch eine Kostkommission) vergeben; erkennbar am Etikett als Buchstaben-Ziffernkombination (z.B. N 12345/10).

stahlig

Fest strukturierter, fast harter Wein, der beim Weißwein durch höheren Säuregehalt metallische Assoziationen erweckt; Blaufränkischweine vom südburgenländischen Eisenberg können ebenfalls stahlig wirken.

Stahltank
Weinbehälter

Ein Behälter aus rostfreiem Edelstahl, der in modernen Kellereien bei der Gärung und beim Ausbau vor allem beim Weißwein zum Einsatz kommt, um frisch-fruchtige Weintypen zu erzielen

Staubiger
Junger, noch trüber Wein
Steckenbleiben

Ist die Gärtemperatur zu hoch oder sind die Hefen zu schwach, kann es passieren, dass der Gärprozess zum Erliegen kommt und der Wein mit unerwünschter Restsüße „stecken bleibt“.

Steiermark
generisches Weinbaugebiet

Die Steiermark ist Österreichs drittgrößtes generisches Weinbaugebiet. Groß ist die Sortenvielfalt und vielschichtig das Terroir in den WeinbaugebietenVulkanland Steiermark und Südsteiermark. Diese Vielfalt von der Landschaft bis zu den Weintypen macht den Reiz der Region aus. Statistisch führend ist jeweils der Welschriesling, vom Image her dominiert allerdings der Sauvignon Blanc. Die Weststeiermark konnte als Schilcherland ein eigenständiges Profil entwickeln.

Steillage
Weinbergslage mit großem Gefälle (mindestens 26 % Hangneigung)

In Österreich hauptsächlich in der Wachau und in der Steiermark.

Steinfeder
Geschützte Bezeichnung für trockenen Leichtwein der Winzervereinigung Vinea Wachau Nobilis Districtus mit einem maximalen Alkoholgehalt von 11,5 % vol

Geschützte Bezeichnung für trockenen Leichtwein der Winzervereinigung Vinea Wachau Nobilis Districtus mit einem maximalen Alkoholgehalt von 11,5 % vol. Der Name kommt vom typischen Steinfedergras, dass in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Reben auf den Terrassen der Wachauer Weinberge wächst und in seiner Struktur ebenso leicht ist, wie der namensgleiche Wein. Siehe auch Federspiel und Smaragd.

Steinterrassen
Künstlich angelegte Weinbergterrassen, die mit Steinmauern abgestützt sind.

In extremen Hanglagen, die keine Bewirtschaftung in der Falllinie zulassen, wird Terrassenweinbau betrieben. Durch Trockenmauern und Mauertreppen werden die traditionellen Kleinparzellen gegliedert. Vor allem in der Wachau finden wir Terrassenweinbau.

Steirerland
Weinbauregion für Landwein, die das gesamte Bundesland Steiermark umfasst
Steirischer Junker
Weinmarke der Steiermark

Seit 1995 mit eigenem Markenzeichen (als Logo der Steirerhut mit Gamsbart); der Steirische Junker ist ein Jungwein (Qualitätswein), der Anfang November von über 300 Betrieben präsentiert wird.

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