DAC-Wein: Was ist das?

DAC“ steht für “Districtus Austriae Controllatus“ und ist das gesetzliche Kürzel für besonders gebietstypische Qualitätsweine.

Wenn Sie also auf einem Weinetikett unmittelbar nach dem Namen des Weinbaugebiets die Buchstabenkombination „DAC“ lesen (z.B. Kamptal DAC ), haben Sie einen für das Gebiet typischen Qualitätswein vor sich.

Zur Erklärung: Theoretisch darf jeder österreichische Winzer Qualitätswein aus den 40 Qualitätsrebsorten erzeugen. In der Praxis beschränken sich die Winzer jedoch auf jene Sorten, die am besten für ihre Weingärten und ihr Gebiet geeignet sind. Für die Entscheidung, was gepflanzt wird, sind sowohl weinbauliche, als auch marktstrategische Kriterien zu berücksichtigen. So wird man an der Donau keinen Schilcher und in der Steiermark keinen Grünen Veltliner anbauen, weil die Sorten nicht zum Charakter des Gebietes passen.

Jedes österreichische Bundesland ist ein Weinbaugebiet, auch wenn der Weinbau in nur vier davon eine nennenswerte Rolle spielt: Niederösterreich, Burgenland, Steiermark und Wien. Innerhalb dieser vier großen Weinbaugebiete gibt es insgesamt 17 spezifische Weinbaugebiete. Diese Gebiete sind bestrebt, sich auf dem nationalen und internationalen Weinmarkt mit ihren besten Spezialitäten zu positionieren. Bis Mai 2019 haben 13 Gebiete beschlossen, den Namen des Gebietes nur für einen oder wenige besonders gebietstypische Weine zu verwenden und alle anderen Weine nur unter dem Weingutsnamen und dem Namen des Bundeslandes zu etikettieren. Nach dem Muster der berühmten Herkunftsweine der Welt (z.B. Barolo in Italien, Chablis in Frankreich oder Rioja in Spanien) heißen die herkunftstypischen Weine dieser Gebiete nun so wie das Gebiet selbst und tragen nach dem Gebietsnamen den Zusatz DAC (z.B. Weinviertel DAC oder Leithaberg DAC ).

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