Schilcherland DAC

Der Wein

Auf dem Großteil der Rebfläche wächst Blauer Wildbacher, eine uralte rote Rebsorte, aus welcher der roséfarbene Schilcher vinifiziert wird. Seine Bezeichnung verdankt der Schilcher seinem schillernden Farbenspiel in verschiedenen Rosé-Tönen, von hell bis kräftig. 1580 vom Schriftsteller Johann Rasch erstmalig als „Schiller“ bezeichnet, fand der Schilcher später in Erzherzog Johann (1782-1859) einen namhaften Förderer, der die erste „Schilcher-Rebschule“ initiierte und so für eine nennenswerte flächenmäßige Ausbreitung der Rebsorte Blauer Wildbacher sorgte. Ursprünglich ein rustikaler Bauernwein mit aggressiver Säure, verwandelte der Schilcher sich durch kontinuierliche Qualitätsverbesserungen unter den Händen ambitionierter Winzer zu einem auch international begehrten Terroirwein.

Daneben bildet der Blaue Wildbacher auch die Grundlage für elegante, charmante Schaumweine, tanninbetonte Rotweine und raffinierte Süßweine. Heute unterstreicht die geschützte Ursprungsbezeichnung Schilcherland DAC die herausragende Bedeutung des Schilchers: trocken, frisch und fruchtig als Schilcherland DAC Klassik, kräftiger und würziger als Schilcherland DAC mit Angabe einer Ried. Schilcherland DAC umfasst das Weinbaugebiet Weststeiermark sowie die Katastralgemeinde Obergreith.

Das Gebiet

Das kleinste Weinbaugebiet der Steiermark ist ein uraltes Weinland, in dem schon Illyrer, Kelten und später Römer Weinreben kultivierten. 546 ha Weingartenfläche ziehen sich in einem schmalen, langen Band auf bis zu 600 Meter Seehöhe an den Ausläufern der Koralpe und des Reinischkogels nach Süden bis zur slowenischen Grenze.

Diese besondere Topografie bedingt tagsüber starke Erwärmung und schützt vor rauen Winden. Steile Hänge mit malerischen kleinen Kellerstöckeln sind zu überwinden, tiefe Täler zu durchqueren auf dem Weg von Ligist im Norden über St. Stefan ob Stainz bis nach Deutschlandsberg und Eibiswald. Abstecher in Weinorte wie Greisdorf, Gundersdorf, Wildbach oder Wies bringen überraschende Perspektiven – beim Panorama ebenso wie beim Wein. Ungewöhnlich sind auch der Gesteinsbau des Gebietes, aus  alten Gneisen und Glimmerschiefern, sowie das sogenannte illyrische Klima, mit südeuropäisch-mediterranen Einflüssen und relativ hohen Niederschlägen.

Kulinariktipp

Die Herkunft des Schilchers legt nahe, ihn zu einer traditionellen Jause wie in der Buschenschank zu genießen. Seine unverwechselbare Fruchtaromatik und sein rassiger Charakter machen ihn zum ausgezeichneten Partner von Liptauer, Schinken und Co. Doch auch Fisch, geschmortes Gemüse oder gebratenes Geflügel ergeben mit Schilcher eine genussvolle Paarung.

Schilcherland DAC
(seit Jahrgang 2017)

Rebsorte: Blauer Wildbacher

Stufen:

Alkohol:

  • Schilcherland DAC Klassik: 11,0 % vol. bis 12,0 % vol.
  • Schilcherland DAC mit Angabe einer Ried: mind. 12,0 % vol.

Restzucker:

  • Schilcherland DAC Klassik: max. 3,0 g/l
  • Schilcherland DAC mit Angabe einer Ried: max. 4,0 g/l

Geschmacksprofil:

Etikettierung: Herkunftsbezeichnung (incl. "DAC") ist auf dem Vorder- und Rückenetikett anzuführen. Die Angabe des Erntejahres ist verpflichtend.