DAC
Districtus Austriae Controllatus

Die Herkunft eines Weines sagt, woher die Trauben stammen, aus denen er gepresst wurde, unabhängig davon, wo der Erzeugerbetrieb steht.

Ein Bild zeigt DAC-Gebiete mit Fokussorten
© ÖWM

Im europäischen Weingesetz unterscheidet man unter diesem Gesichtspunkt drei große Gruppen von Weinen:

  1. Wein ohne nähere Herkunftsbezeichnung (ehemals Tafelwein)
  2. Wein mit geschützter geografischer Angabe (in Österreich "Landwein")
  3. Wein mit geschützter Ursprungsbezeichnung (in Österreich "Qualitätswein")

International unterscheidet man zwischen dem romanischen und dem germanischen Weinrecht. Während beim germanischen Weinrecht (Österreich, Deutschland) eher die Sortenbezeichnung im Vordergrund steht, unterscheidet und charakterisiert das romanische Weinrecht (Italien, Frankreich, Spanien) die Weine nach Herkünften.

Dazu ein Beispiel: Hier in Österreich wird ein Konsument aufgrund des germanischen Weinrechts auf die Frage „Welchen Wein haben Sie gestern getrunken“ meistens eine Sorte nennen („Ich haben gestern einen guten Zweigelt getrunken“); ein Konsument aus einem romanischen Land wird eine Herkunft zur Antwort geben („Ich habe einen Chianti/Rioja/Bordeaux etc. getrunken“). Nachdem im romanischen System die Weine gemäß ihren Herkünften definiert sind, entspricht die Herkunft quasi einer Weinbeschreibung. Im germanischen Weinrecht hingegen sind mit den einzelnen Herkünften keine Weine definiert. Wenn also jemand z.B. antwortet „Ich habe einen Wein aus der Thermenregion getrunken“, so wird damit keine Information über den Wein (weiß? rot? süß? etc.) gegeben.