Scheurebe
(Sämling 88)

Die Sorte wurde 1916 von Georg Scheu aus Riesling und vermutlich einer Wildrebe gekreuzt. Aufgrund des intensiven Dufts (schwarze Johannisbeeren, exotische Früchte, Steinobst) zählt die Scheurebe zu den Bukettsorten.

Herkunft

Deutschland, Alzey

Abstammung

Züchtung aus Riesling und Bukettraube

Weinbaufläche

357 ha, 0,8%

Ein Bild zeigt Trauben der Rebsorte Scheurebe
© ÖWM / Oberleitner

Abstammung: Wurde 1916 von Georg Scheu an der Landesanstalt für Rebenzüchtung in Alzey gezüchtet. Der Züchter kennzeichnete die Jungpflanzen mit einer fortlaufenden Nummer. In diesem Fall war der Sämling Nr. 88 dem Zuchtziel entsprechend und behielt diese Nummer als Synonym.

Verbreitung: Vorwiegend im Burgenland und in der Steiermark vertreten. Im Zeitraum von 1999 bis 2015 hat sich der Flächenanteil der Sorte konstant reduziert.

Wichtige ampelografische Merkmale
Blatt: mittelgroß, kreisförmig, tief gelappt
Traube: mittelgroß, dichtbeerig, zylindrisch, geschultert, mit rundlichen, grüngelben Beeren mit typisch-muskatähnlichem Sämlingsgeschmack

Reifezeit: mittel

Bedeutung, Ansprüche: Verliert an Anbaubedeutung. Am Neusiedlersee werden noch Trockenbeerenauslesen, Stroh- und Schilfweine erzeugt. Benötigt gute Lagen, starkwüchsig, hat eine hohe Trockenheit- und Kalktoleranz und eine hohe Winterfrostwiderstandsfähigkeit.

Wein: Bei guter Reife können sowohl köperreiche, trocken ausgebaute Weine, als auch aromenreiche Prädikatsweine gewonnen werden, die aufgrund der rassigen Säure beachtliches Alterungspotenzial haben. Bei unreifem Traubenmaterial bildet sich deutlich ein unangenehmer Sämlingston aus.

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