Bouvier

Der steirische Bankier und Gutsbesitzer Clotar Bouvier entdeckte die Rebsorte um 1900 in seinen Weingärten im heutigen Slowenien. Nach mehrjähriger Selektion verkaufte er Stecklinge und leitete die Verbreitung in Österreich-Ungarn ein.

Herkunft

Österreich, Bad Radkersburg (Steiermark)

Abstammung

Züchtung aus Gelber Muskateller x Weißer Burgunder

Weinbaufläche

220 ha, 0,5%

Ein Bild zeigt die Trauben der Rebsorte Bovier
© ÖWM / Oberleitner

Abstammung: Die Rebsorte wurde um 1900 von Clotar Bouvier in Bad Radkersburg gezüchtet.

Verbreitung: Die Sorte ist hauptsächlich im Burgenland vertreten. Im Zeitraum von 1999 bis 2015 hat sich die Anbaufläche merklich verringert.

Wichtige ampelografische Merkmale:
Blatt:
mittelgroß, kreisförmig, fünflappig, tief gelappt
Traube: kleine bis mittelgroße Traube, mitteldicht bis locker, zylindrisch, häufig mit Beitraube, Beeren grünlichgelb, dickschalig und rundlich

Reifezeit: sehr früh

Bedeutung, Ansprüche: Bouvier wird vor allem als Tafeltraube, Most, Sturm oder Jungwein vermarktet. Im Hauptanbaugebiet Burgenland entstehen aus dieser Sorte auch Prädikatsweine, meist mild mit feinem Muskatton. Nachteilig sind die unsicheren und geringen Erträge.

Wein: Die Weine sind mild, extraktreich und je nach Standort mit mehr oder weniger starkem Muskatbukett versehen.