Blauer Portugieser
(Português Azul)

Der Blaue Portugieser ist mit der Sorte Português Azul ident und wurde vom Freiherrn von Fries um 1770 aus Porto nach Vöslau gebracht. Noch heute ist der Portugieser in der Thermenregion die häufigste Rotweinsorte

Herkunft

Portugal

Abstammung

Kreuzung aus der Blauen Zimmettraube x Sylvaner

Weinbaufläche

1.263 ha, 2,7%

Ein Bild zeigt Trauben der Rebsorte Blauer Portugieser
© ÖWM / Oberleitner

Herkunft: Wurde vom Freiherrn von Fries um 1770 aus Porto nach Vöslau gebracht.

Abstammung: Der Blaue Portugieser ist mit der Sorte Português Azul in Portugal ident.

Verbreitung: Hauptsächlich in Niederösterreich vertreten, verliert aber stark an Bedeutung. Seine Anbaufläche hat im Zeitraum von 1999 bis 2015 kontinuierlich abgenommen.

Wichtige ampelografische Merkmale:
Blatt:
kreisförmig, fünf- bis siebenlappig.
Traube: mittelgroß, dichtbeerig, kegelförmig, geschultert, eventuell mit kleiner Beitraube; Beeren oval, blauschwarz gefärbt.

Reifezeit: früh bis mittel

Bedeutung, Ansprüche: Der Blaue Portugieser hat in der Thermenregion und im nordwestlichen Weinviertel Bedeutung. Seine Winterfrost-, Botrytis-, Oidium- und Peronosporaanfälligkeit erschwert den Anbau.

Wein: Bei höheren Erträgen entstehen einfache und hell gefärbte Rotweine, die rasch reifen und frühzeitig altern. In guten Jahren und bei Ertragsbeschränkung kann der Blaue Portugieser kräftige und extraktreiche Rotweine hervorbringen.