Blauburger

Der Blauburger ist eine der erfolgreichen Neuzüchtungen aus Klosterneuburg. Sie war vor allem für den Einsatz in klimatischen Randzonen gedacht, in denen Rotweinanbau früher Probleme bereitete.

Herkunft

Österreich, LFZ Klosterneuburg

Weinbaufläche

742 ha, 1,6 %

Ein Bild zeigt Trauben der Rebsorte Blauburger
© ÖWM / Oberleitner

Abstammung: Neuzüchtung von Dr. Fritz Zweigelt, LFZ Klosterneuburg, 1923

Verbreitung: Blauburger ist hauptsächlich in Niederösterreich und hier speziell im Weinviertel verbreitet.

Wichtige ampelografische Merkmale:

Blatt: fünflappig, Stielbucht überlappend
Traube: mittelgroß, mitteldicht, zylindrisch, geschultert, häufig mit Beitraube; Beeren stark bereift und blauschwarz gefärbt

Reifezeit: mittel bis früh

Bedeutung, Ansprüche: Hervorstechendes Sortenmerkmal ist die tiefdunkle Farbe des Weines, die den Blauburger auch zum Verschnittpartner schwachfärbender Rotweinsorten macht. Das eher bescheidene Image als eigenständiger Wein konnte die Sorte teilweise ablegen, vor allem, wenn sie in guten Lagen steht und in den Erträgen beschränkt wird. Blauburger stellt keine hohen Ansprüche an Lage und Boden.

Wein: Die Sorte ergibt einen Rotwein der sehr dunkel gefärbt und extraktreich ist. Die eher neutralen Weine haben zarte Beerenaromen, meist Holunder, am Gaumen sind sie samtig und harmonisch.

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