ÖWM bestätigt Weinexportrekord 2002 - Starke Nachfrage lässt Rotweinpreise anziehen; Lebensmittelhandel verkauft wieder mehr österreichischen Wein

Was sich nach drei Quartalen bereits angekündigt hat, wurde jetzt bestätigt. Österreichs Weinwirtschaft darf sich über einen Rekordexport im Jahr 2002 freuen. Tendenz: weiter steigend. Michael Thurner, Geschäftsführer der Österreichischen Weinmarketinggesellschaft, sieht damit auch die jahrelange Aufbauarbeit der österreichischen Weinwirtschaft bestätigt.

2002: Weinexport übersteigt Weinimport, Copyright ÖWM
2002: Weinexport übersteigt Weinimport, © ÖWM

Plus 17,1 Prozent Menge und plus 9,5 Prozent Wert gegenüber dem Jahr 2001: Das sind Steigerungsraten, die sich angesichts des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes wirklich sehen lassen können. Aber nicht nur das. Sie bedeuten in absoluten Zahlen lt. Statistik Austria, dass Österreichs Weinexport mit 60,3 Millionen Liter und einem Ertrag von 56,5 Millionen Euro ein Rekordniveau erreicht hat. Besonders erfreulich ist dabei die Tatsache, dass mit einem Plus von 24,8 Prozent vor allem im Qualitätsweinexport stark zugelegt werden konnte. „Ein beachtlicher Erfolg“, freut sich ÖWM-Chef Michael Thurner und hebt in diesem Zusammenhang die Serviceleistungen der ÖWM positiv hervor: „Die zahlreichen internationalen Verkostungserfolge und die konsequente Medienarbeit tragen jetzt ihre Früchte“. Dennoch sieht Thurner weiteren Handlungsbedarf. „Wir müssen vor allem an einer Steigerung der Wertschöpfung arbeiten“, stellt er in Hinblick auf den hohen Anteil von Fassweinexporten an der Gesamtmenge fest und ergänzt: „Genau dabei wird uns in Zukunft eine bessere Herkunftsvermarktung - Stichwort DAC – helfen.“

Jede vierte Flasche im Export ist rot

Besonders gefragt waren im Vorjahr sowohl im In- wie auch im Ausland die österreichischen Rotweine. Die kontinuierliche Steigerung der letzten Jahre im Export setzte sich auch im Jahr 2002 fort. Mit einem Mengenplus von 29,8 % und einem Wertzuwachs von 21,8 % konnte hier ein Rekordergebnis eingefahren werden. Der Rotweinanteil an der Gesamtexportmenge erreichte damit 27 Prozent, was wertmäßig bereits 39 Prozent der Gesamtausfuhren ausmacht. „Die Nachfrage nach österreichischem Rotwein übersteigt bei weitem das Angebot. Unsere Rotweine sind gefragt wie noch nie“, liefert Michael Thurner eine Erklärung für die hohe Wertschöpfung. Auch im Inland führt das knappe Rotweinangebot zu erhöhtem Preisdruck in einigen Absatzsegmenten.

Weniger Weinimporte und Trendwende im Lebensmittelhandel

Das Jahr 2002 brachte jedoch nicht nur tolle Exportziffern: Erstmals verzeichneten Österreichs Weinimporte einen Rückgang, der sich mit einem Minus von 12,6 Prozent vor allem mengenmäßig niederschlug. Gleichzeitig konnte der gesamte Weinabsatz im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) im Jahr 2002 laut AC Nielsen mengenmäßig um 7,1 % auf 42,3 Mio. Liter gesteigert werden. Dass die Entwicklung immer noch in Richtung Qualität und damit höhere Preise geht, zeigen 13% Wertzuwachs auf 129 Mio. Euro Gesamtweinumsatz. Das Jahr 2002 brachte dabei auch die Trendwende für den österreichischen Wein. Nachdem die Zahlen für den heimischen Rebensaft über Jahre rückläufig waren, wurden 2002 sowohl bei der Menge als auch beim Wert erstmals wieder leichte Zuwächse verzeichnet. Aktuell stammen 54,6 % der Weine, die im Supermarkt gekauft werden, aus Österreich.

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