Österreichischer Wein bilanziert positiv

Beim Jahrespressegespräch der Österreichischen Weinmarketing im Restaurant Maestro zogen ÖWM-Chef Michael Thurner und Weinbaupräsident Josef Pleil die Bilanz des Geschäftsjahres 2001. Steigende Wertschöpfung aus dem Export, eine stabile Nachfrage im Inland, die Bildung der ersten regionalen Weinkomitees sowie der attraktive Jahrgang 2001 werden positiv verbucht.

Grafik Wertschöpfung
© ÖWM, Grafik Wertschöpfung

Mehr Wertschöpfung im Export

Die Entwicklung der Monate I-IX (Statistik Austria) lässt auf einen Gesamtwert der Weinexporte 2001 von 43 Mio. Euro (ca. 591 Mio. Schilling) schließen. Generell wurde bis September etwas weniger Menge exportiert, dafür zu besseren Preisen. Während die Ausfuhr von Qualitätsweinen in der Flasche weiter gesteigert werden konnte, gingen die weniger lukrativen Fassweinexporte in diesem Zeitraum zurück (siehe Grafik).

"Nicht alle Länder bieten dem Österreichischen Wein die gleichen Möglichkeiten. Deshalb werden wir uns noch mehr auf Hauptexportmärkte wie Deutschland (2/3 des Gesamtexportes), die Schweiz oder die USA konzentrieren. In nahe gelegenen Zukunftsmärkten wie Tschechien oder Polen muss jetzt am Fundament für mittelfristige Erfolge gebaut werden," erläutert Geschäftsführer Michael Thurner die ÖWM Exportaktivitäten .

Konstante Nachfrage im Inland

Im Inland weisen die Fessel GfK Daten für den Heimkonsum (1. HJ 2001) einen stabilen Marktanteil von 80% für österreichischen Wein aus. Verschiebungen haben nur zwischen den Absatzschienen stattgefunden, welche sich durch die dynamische Entwicklung des österreichischen Weinsortiments im Lebensmittelhandel erklären lassen. Aufholbedarf sieht Thurner nur bei den jüngeren Konsumenten, die "probierfreudiger sind und auch ab und zu nach Weinen aus dem Ausland greifen, auch wenn sie meist zu den Qualitäten aus heimischen Rieden zurückkehren".

Weinkomitees nehmen ihre Arbeit auf

Sehr positiv bewertet wurde auch die zügige Bildung der regionalen Weinkomitees in den österreichischen Weinbaugebieten. Dazu meinte Josef Pleil, Präsident des österreichischen Weinbauverbandes und Vorsitzender des Nationalen Weinkomitees: "Die Österreichische Weinwirtschaft hat dadurch eine Chance bekommen, ihre strategische Position im Bereich Produktion und Vermarktung entscheidend zu verbessern, die Rahmenbedingungen für die nächsten Jahre haben sich somit fundamental verändert." Mittlerweile haben sich sechs regionale Weinkomitees in Österreich gebildet, heuer sollen weitere folgen. Die Österreichische Weinmarketing sieht dabei ihre Aufgabe in der Beratung der Komitees bei Marketingfragen, vor allem bei der Profilierung der Herkünfte.

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