Hohe Niederschlagsmengen verursachen viel Arbeit im Weingarten

Die anhaltenden Niederschläge und wenigen Sonnenstunden bringen auch in den ersten Septemberwochen weiterhin viel Arbeit für die heimischen Winzer. Die noch Ende August geschätzte Erntemenge von 2,5 Mio. hl ist nicht mehr zu erwarten.

Das Bild zeigt eine Leser im Weingarten mit den Trauben und einer Leseschere in den Händen. Copyright ÖWM/Komitee Kamptal
© ÖWM/Komitee Kamptal

Die Hoffnung der heimischen Winzer auf einen Altweibersommer hat sich bisher nicht erfüllt. Weitere überdurchschnittlich hohe Niederschlagsmengen in allen österreichischen Weinbaugebieten in der ersten Septemberhälfte – in der Steiermark z.B. um 300 ml mehr als 2013 – haben den Fäulnisdruck in den Weingärten noch weiter erhöht. Die Lese frühreifer Sorten wie z.B. Müller Thurgau, Frühroter Veltliner, Neuburger, Blauer Portugieser, Muskat Ottonel oder Muskateller ist zum größten Teil bereits abgeschlossen. Die Zuckerreife der Trauben liegt jedoch deutlich unter denen der vergangenen Jahre, da die Sonnenstunden im heurigen Jahr – im Unterschied zum Niederschlag - unterdurchschnittlich waren. Bei den noch am Stock hängenden Trauben erwartet die Winzer ein wesentlich höherer Pflege- und Arbeitsaufwand als in normalen Jahren. Unsaubere Trauben werden entweder bereits vor der Ernte vom Stock geschnitten oder müssen im Zuge der Lese penibelst aussortiert werden, damit keine Fehltöne im Most und später im Wein entstehen. Bei der Ernte der Hauptsorte Grüner Veltliner wird derzeit noch auf höhere Zuckergrade in den Trauben gewartet und Blauer Zweigelt in einigen burgenländischen Weinbaugebieten bereits mit zufriedenstellender Reife geerntet. Aufgrund der teilweisen Verrieselung (schlechter Befruchtung) des Blaufränkisch ist dieser heuer lockerbeeriger und etwas begünstigt. Sauvignon Blanc weist bisher gute Reifefortschritte auf, mit der Lese wird aber erst in den nächsten Wochen gerechnet.    

Über die zu erwartende Erntemenge gibt es derzeit noch keine validen Schätzungen, sie wird jedoch unter den noch vor zwei Wochen geschätzten 2,5 Mio. hl liegen. Das Motto derzeit in den Weinbaugebieten: zuwarten und auslesen.

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