Das Jahr 2020 war für die österreichische Weinwirtschaft aufgrund der Covid-19-Pandemie eines der schwierigsten aller Zeiten; für 2021 herrscht derzeit noch große Ungewissheit.

Ein Bild zeigt ÖWM Geschäftsführer Chris Yorke wie er energisch durch einen herbstlichen Weingarten schreitet.
© ÖWM/Anna Stöcher

Ein forderndes Jahr

Ich freue mich, sagen zu können, dass weder die ÖWM noch unsere Winzer trotz aller Widrigkeiten den Kopf in den Sand gesteckt haben. Gemeinsam haben wir mit viel Einsatz und Kreativität versucht, das Beste aus dem Jahr herauszuholen. Dasselbe gilt natürlich auch für die Tochtergesellschaften der ÖWM: die ÖWI Handels-GmbH und die Weinakademie Österreich. Mit dem vorliegenden Jahresbericht dürfen wir Ihnen einen Einblick in unsere Arbeit in diesem außergewöhnlichen Jahr 2020 geben.

Der Jahresbericht zeigt sich heuer in einer neuen Gestalt. Eine umfassende und gleichzeitig präzise Kommunikation mit unseren Winzern und allen anderen Stakeholdern ist uns ein zentrales Anliegen. Daher wollten wir auch im Jahresbericht die Aktivitäten der ÖWM noch klarer darstellen. Wir hoffen, dass dies gelungen ist, und freuen uns auf Ihr Feedback!

Chronologie der Ereignisse & Maßnahmen

Durch den ersten Lockdown und vor allem die Schließung der Gastronomie im Frühling 2020 waren Winzer und ÖWM gezwungen, in kürzester Zeit umzudenken und sich auf die noch offenen Kanäle im Handel, Online- und Ab-Hof-Verkauf zu konzentrieren. Die ÖWM unterstützte diese mit der Kampagne „Schmecke die Herkunft“. Als im Mai die Gastronomie und Heurigen bzw. Buschenschanken wieder öffneten, forcierte die ÖWM den Absatz mit der G’spritzter-Kampagne und spezifischen Fachhandelskooperationen.

Mit Inkrafttreten der Reisebeschränkungen rund um den Globus verstärkte die ÖWM auch die Kontaktpflege zu allen internationalen Meinungsführern. Dafür verschickte sie zahlreiche Weinpakete an VIPs und stellte jede geplante internationale Aktivität auf eine Online- oder „Hybrid“-Version (Weine im Zielland, Winzer in Österreich online zugeschaltet) um. Über 1.500 Weinprofis in aller Welt folgten den digitalen Masterclasses.

Als sich abzeichnete, dass viele Österreicher ihren Sommerurlaub im eigenen Land verbringen würden, entwickelte die ÖWM ihre bisher größte Weintourismus-Kampagne „Auf zum Wein“. Ziel war es, heimische Touristen für Österreichs einzigartige Weinbaugebiete zu begeistern.

Mit dem Herbst kam ein erneuter schmerzhafter Lockdown mit geschlossener Gastronomie. Während sich die ÖWM auf die Wiedereröffnung der Lokale Anfang 2021 vorbereitete, unterstützte sie wieder verstärkt alle offenen Kanäle wie Handel, Online- und Ab-Hof-Verkauf. Dieses Mal, gegen Jahresende hin, mit der Kampagne „Weine zum Fest“.

Exportentwicklung & Ausblick

Um den Einbruch im Export abzufangen, wurden in mehreren Ländern Online-Verkaufspromotions mit lokalen Händlern gestartet. Über 1.000 österreichische Weine konnten dadurch weltweit beworben werden. Trotz der schwierigen Lage auf dem internationalen Markt blieben die Exporte in den ersten neun Monaten 2020 recht stabil: Während die Exportmenge um 2,7 % stieg, gab der Umsatz um 0,4 % leicht nach. Und dies, während andere große Weinnationen mit teils erheblichen Export-Einbrüchen zu kämpfen hatten.

Durch das Eintreten neuerlicher Lockdowns in vielen wichtigen Exportmärkten gegen Ende des Jahres muss dennoch von einer leicht negativen Exportbilanz für das Gesamtjahr 2020 ausgegangen werden. Wie sich die Exporte 2021 weiterentwickeln, ist schwer abzuschätzen – besonders, da Europa, die USA und Asien im Kampf gegen das Virus unterschiedlich weit sind. Entscheidend wird es jedenfalls sein, dass wir das vor Corona vorhandene Momentum des Wachstums so rasch wie möglich wieder zurückgewinnen.

Extreme Flexibilität ist also weiterhin gefordert – vonseiten der Winzer und der ÖWM.

Ich bin sehr stolz auf das ganze Team der ÖWM, wie ausgezeichnet und mit wie viel positiver Energie es die Herausforderungen 2020 gemeistert hat. Wir nehmen diese Energie ins Jahr 2021 mit, um gemeinsam mit unseren Winzern den österreichischen Wein weiter voranzubringen.

Auf ein neues Jahr voller Möglichkeiten!

Chris Yorke
Geschäftsführer ÖWM

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