Weinkarten

Das neue Bezeichnungsrecht hat bedeutende Konsequenzen für die Gliederung von Weinkarten, die von der Gastronomie und vom Fachhandel noch viel zu wenig beachtet werden. Noch immer findet man in Weinkarten und Preislisten falsche Bezeichnungen wie „Grüner Veltliner DAC“ oder „Chardonnay Kamptal“.

Ein Bild zeigt Weinkarten
© ÖWM

Es ist wichtig, dass Weine richtig bezeichnet werden und Weinkarten auch fachlich richtig gegliedert sind. Auf jeden Fall muss die gesetzlich korrekte Herkunft (laut Etikett) angeführt werden. Oftmals ist das gesetzliche Etikett mit allen erforderlichen Angaben das „Rückenetikett“, damit das Vorderetikett grafisch sauber gestaltet werden kann. Es sollte aber auf jeden Fall die gesetzliche Herkunft auch auf dem Vorderetikett stehen. Für die DAC-Gebiete Kremstal, Kamptal, Traisental, Weinviertel, Neusiedlersee, Leithaberg, Mittelburgenland, Eisenberg und Wiener Gemischter Satz ist dies bereits verpflichtend.

Für die Gliederung der Weinkarte gibt es viele verschiedene Möglichkeiten. Eine erste Ordnung der Weine nach Grundtypen ist jedoch für alle Weinkarten notwendig. Weitere Gliederungsebenen sind möglich und richten sich nach dem Lokaltyp, dem Umfang des Sortiments und den Vorlieben des Gestalters.

  1. Gliederungsebene: Weintyp
    Weißweine – Roséweine – Rotweine – Süßweine (oder Prädikatsweine) – Schaumweine/Perlweine (kann man auch umschreiben: „Prickelndes“, „Bubbles“….). Manche Spitzenlokale haben zwei Weinkarten: Weiß (incl. Rosé, Süß und Prickelnd) und Rot.

  2. Gliederungsebene: z.B. Land (Österreich, Italien, Frankreich …)
    Innerhalb der so eingeteilten Kategorien – zum Beispiel „Weißweine aus Österreich“ – gibt es wieder verschiedene Gliederungsmöglichkeiten.

  3. Gliederungsebene: z.B. Rebsorte
    Innerhalb von Weintyp und Land kann man die Weine beispielsweise noch nach Rebsorte ordnen.