8. Alternativweine

Damit sind „Orange Wines“, „Artisan Wines“, „Natural Wines“ oder „RAW Wines“ gemeint – den Versuch einer Begriffsdefinition dazu finden Sie im Kapitel Nachhaltigkeit. Denn noch fehlen genaue Definitionen zu diesen neuen – oder eigentlich alten – Weinstilen.

© ÖWM / Martin Grabmayer

Gerne wird auf Schwefelzugaben möglichst verzichtet, der Mensch greift in die Weinwerdung kaum ein. Ihnen gemeinsam ist eine deutliche Gerbstoffstruktur, die oft durch lange Maischestandzeiten und/oder oxidative Ausbauweise auch bei Weißweinen forciert wird. Und genau diese mundfüllende Textur in Kombination mit frischer Säure und erdiger Frucht macht solche Weine oft zu hervorragenden Begleitern der modernen Küche. Nicht umsonst werden in einigen höchstausgezeichneten Restaurants und Weinbars und von vielen Sommeliers gerne alternative Weine empfohlen. Eine allgemein gültige Regel gibt es dabei so wenig wie eine einheitliche Begriffsbestimmung, aber es lohnt sich, sich zumindest ab und zu darauf einzulassen.