Engere Herkünfte

Bei DAC-Herkunftsweinen muss in Zukunft eine klare Profilierung in den drei Stufen: Gebietswein, Ortswein, Lagenwein erreicht werden.

Gebietswein (z. B. Weinviertel DAC oder Mittelburgenland DAC …)

Hier wurde ja bereits der für das Gebiet repräsentative Weinstil definiert, wobei besonders darauf zu achten ist, dass die Kunden das bekommen, was sie unter diesem Namen erwarten. Bei den trockenen Weißweinen ist in dieser Kategorie in der Regel eine gewisse Leichtigkeit, Frische oder Fruchtigkeit zu erwarten. Aber es gibt auch Ausnahmen, wo der Gebietswein bereits auf einer höheren Ebene beginnt, zum Beispiel Leithaberg DAC.

Ortswein

Als Mittelding zwischen Gebietswein und Lagenwein könnte man den Ortswein begreifen. Er sollte etwas mehr Körper und Komplexität als der Gebietswein haben, vor allem aber ganz klar einen für die Weine dieses Ortes typischen Charakter haben, so wie in Burgund trotz aller betriebsspezifischen Unterschiede ein Gevrey-Chambertin ganz anders schmeckt als beispielsweise ein Pommard. Die Weine tragen den Namen der Katastralgemeinde, oder der Großlage, in der verschiedene Katastralgemeinden zusammengefasst werden, wenn dies sinnvoller ist, als unbekanntere Gemeinden extra zu etikettieren (vgl. Côtes de Beaune Villages versus Blagny). Ortsweine sind eine auch kommerziell sehr ertragsstarke und breitenwirksame und daher für die Zukunft sehr wichtige Kategorie.

Riedenwein

Als engste Herkunft sind Riedenweine (Lagenweine) naturgemäß an der Spitze der Wertigkeitspyramide jedes Gebietes anzusiedeln. Lagenweine sollten strategisch als komplexe, lang ausgebaute große Weine mit entsprechendem Lagerpotenzial positioniert werden. Sie sollten den Reserve-Charakter immanent mittransportieren. Solange es aber einfache, kurz ausgebaute Weine mit Lagenbezeichnungen parallel zu großen Weine gibt, kann der Begriff "Reserve" hier zur Klärung eingesetzt werden.