Zierfandler (Spätrot)

Ein Bild zeigt Trauben der Rebsorte Zierfandler
© ÖWM / Oberleitner

Herkunft: Österreich, Thermenregion

Abstammung: Natürliche Kreuzung aus Roter Veltliner und einer traminerähnlichen Sorte

Anbaufläche und Verbreitung: 77 ha, 0,2 %

Diese autochthone Sorte ist eine Rarität der Thermenregion und ist fast nur dort vertreten. Die Anbaufläche ist rückläufig.

Wichtige ampelografische Merkmale
Blatt: groß, kreisförmig, drei- bis fünflappig, Unterseite stark behaart
Traube: mittelgroß, sehr dichtbeerig, zylindrisch, geschultert, Beitraube selten; Beeren rundlich, rötlich gefärbt ("Spätrot")

Reifezeit: mittel – spät

Bedeutung, Ansprüche: In der Thermenregion werden häufig Zierfandler (Spätrot) und Rotgipfler als Spätrot-Rotgipfler ausgebaut, entweder zur Cuvée verschnitten oder schon als Mischsatz in einer Anlage ausgepflanzt. Im Weingarten benötigt Zierfandler die besten Lagen und stellt geringe Bodenansprüche, ist winterfrostempfindlich, sehr botrytisanfällig, verträgt Trockenheit und kalkreichen Boden gut.

Wein: Die Weine zeichnen sich bei guter Reife der Trauben aus durch Extrakt, angenehme Säure und feine Blumigkeit. Beim Ausbau als TBA entsteht ein Honig- bis Sherry-ähnliches Bukett. Prädikatsweine weisen ein hohes Lagerpotenzial auf.