Sylvaner (Grüner Sylvaner)

Ein Bild zeigt die Trauben der Rebsorte Grüner Sylvaner
© ÖWM / Oberleitner

Herkunft: Der Sylvaner zählt zu den ältesten autochthonen Rebsorten von Österreich. Von hier gelangte die Sorte nach Deutschland, wo sie früher "Österreicher" genannt wurde.

Abstammung: natürliche Kreuzung von Traminer x Österreichisch Weiß

Anbaufläche und Verbreitung: 38 ha, 0,1 %

Mitte des vorigen Jahrhunderts hatte die Sorte in Österreich noch Bedeutung. Sie hat gegenüber dem Grünen Veltliner beachtliche Nachteile, wie eine geringe Winterfrostwiderstandsfähigkeit und hohe Anfälligkeit für Peronospora, Oidium und Botrytis. Mit der Verbreitung der Hochkultur nach Lenz Moser erwies sich der Sylvaner für diese Erziehung in der Wüchsigkeit zu schwach und wurde daraufhin vom Grünen Veltliner verdrängt. Im Zeitraum von 1999 bis 2015 hat sich die geringe Anbaufläche noch weiter verkleinert.

 

Wichtige ampelografische Merkmale
Blatt: fünfeckig, fünflappig, wenig gebuchtet, gewellt
Traube: kleintraubig, sehr dichtbeerig, zylindrisch, geschultert mit kleinen, punktierten, rundlichen und grüngelb gefärbten Beeren

Reifezeit: mittel

Bedeutung, Ansprüche: Die Bedeutung in Österreich ist sehr gering, größte Bedeutung hat die Sorte in Deutschland. Sylvaner ist sehr anspruchsvoll im Weingarten und bekommt bei höherem Kalkgehalt leicht Chlorose.

Wein: Bringt neutrale bis fruchtige Weine hervor. Reife Weine sind durch Stachelbeeraromen gekennzeichnet.