Rotgipfler

Ein Bild zeigt Trauben der Rebsorte Rotgipfler
© ÖWM / Oberleitner

Herkunft: Österreich, Thermenregion

Abstammung: Diese autochthone Rebsorte ist mit dem Weißgipfler (= Grüner Veltliner) verwandt. Natürliche Kreuzung aus Traminer x Roter Veltliner.

Anbaufläche und Verbreitung: 119 ha, 0,3 %

Die Sorte ist fast nur in der Thermenregion anzutreffen. Die Anbaufläche ist rückläufig.

Wichtige ampelografische Merkmale
Blatt: mittelgroß, kreisförmig, fünf bis sieben Lappen, Blattadern rot gefärbt, tief gelappt. Charakteristisch sind die rötlich-bronzierten Triebspitzen (daher der Name Rotgipfer)
Traube: mittelgroß bis groß, sehr dichtbeerig, kegelförmig, mit grünlich gelben, sehr saftigen Beeren.

Reifezeit: mittel bis spät

Bedeutung, Ansprüche: Nur in der Thermenregion finden sich aufgrund des Klimas und des Bodens geeignete Anbaubedingungen. Warme Südlagen mit passenden Böden auf kalkhaltigem Untergrund sind für guten Triebwuchs notwendig. Auf optimalen und wüchsigen Standorten bringt der Rotgipfler hohe und regelmäßige Erträge.

Wein: Bei genügender Ertragsbegrenzung sind die Weine gekennzeichnet von hohem Extraktgehalt, angenehmer Säure und feinem Bukett. Der Wein reift langsam und wird meist mit der Sorte Zierfandler verschnitten.