Roter Veltliner

Ein Bild zeigt Trauben der Rebsorte Roter Veltliner
© ÖWM / Oberleitner

Herkunft: Österreich, Niederösterreich

Abstammung: Der Rote Veltliner wurde aus der Stammsorte der Veltliner-Gruppe selektioniert, die in zahlreichen Spielarten vorkommt (Weißroter, Brauner, Silberweißer Veltliner, Gelbling). Die autochthone Rebsorte nimmt eine besondere Stellung innerhalb der Veltliner-Gruppe als natürlicher Kreuzungspartner bei Neuburger, Zierfandler und Rotgipfler ein.

Anbaufläche und Verbreitung: 195 ha, 0,4 %

Die Verbreitung beschränkt sich auf wenige Weinbaugebiete in Niederösterreich. Man findet sie vor allem am Wagram, im Kamptal und Kremstal, vereinzelt noch im Weinviertel und in Wien. Im Zeitraum von 1999 bis 2015 ist die Anbaufläche stetig zurückgegangen.

Wichtige ampelografische Merkmale
Blatt: groß, fünflappig, tief gebuchtet
Traube: mittelgroß bis groß, sehr dichtbeerig, kegelförmig; Beeren grüngelb bis fleischrot gefärbt, dickschalig und ungleich reifend

Reifezeit: spät

Bedeutung, Ansprüche: Hat an Anbaubedeutung verloren, da die benötigten Lagen ausgezeichnet für den Grünen Veltliner geeignet sind. Die Sorte benötigt frühe, warme Lagen mit tiefgründigem Lössboden, ist sehr empfindlich in der Blüte, gegen Winter- und Spätfröste und ist  sehr anfällig für Botrytis und Peronospora. Die in Summe nicht gerade günstige Sorteneigenheiten schränken die Verbreitung ein.

Wein: Der Rote Veltliner ist sehr ertragsreich. Für gute Qualitäten ist eine Ertragsregulierung notwendig. Dann können sehr eigenständige, elegante und extraktreiche Weine mit feinwürzigem Aroma und enormem Entwicklungspotenzial vinifiziert werden. Ohne Ertragsregulierung entstehen dünne, einfache Weine.