Muskat Ottonel

Ein Bild zeigt Trauben der Rebsorte Muskat Ottonel
© ÖWM / Oberleitner

Herkunft: Frankreich, Angers

Abstammung: Wurde 1839 aus Gutedel (Chasselas) x Muscat de Saumur von Jean Moreau, einem privaten Rebzüchter in Angers, neu gezüchtet.

Anbaufläche und Verbreitung: 357 ha, 0,8 %

Vor allem im Burgenland am Neusiedlersee vertreten. Die Anbaufläche ist stabil.

Wichtige ampelografische Merkmale
Blatt: klein, fünfeckig, fünflappig, tief gebuchtet
Traube: kleine bis mittelgroße Traube, dicht, zylindrisch, Beitraube fehlt meist; Beeren rundlich bis oval, grüngelb gefärbt. Das Beerenfleisch hat einen feinen Muskatgeschmack

Reifezeit: mittel

Bedeutung, Ansprüche: Hat im Burgenland Bedeutung.  Für den Winzer ist die Sorte im Weingarten problematisch. Sie stellt hohe Ansprüche an die Lage (windge­schützt, warm) und den Boden (Wasser- und Nährstoffversorgung), ist sehr empfindlich in der Blüte und daher meist unregelmäßig und gering im Ertrag. Verträgt nur geringen Kalkgehalt im Boden und leidet leicht bei kühlem, nassem Wetter unter Chlorose.

Wein: Je nach Reife werden volle, milde Weine mit feinem Muskatgeschmack gewonnen. Bei hoher Reife werden milde, sehr geschmeidige Prädikatsweine vinifiziert, die sich ausgezeichnet zu Süßspeisen eignen.