Furmint

Ein Bild zeigt die Trauben der Rebsorte Furmint
© ÖWM / Oberleitner

Herkunft: Ungarn

Abstammung: Sämling aus der Sorte Heunisch mit genetischer Ähnlichkeit zu anderen ungarischen Sorten.

Anbaufläche und Verbreitung: 11 ha. Furmint – die Hauptrebsorte des Tokajer Weinbaugebietes – ist in Österreich seit 1987 für Qualitätswein zugelassen, die Anbaufläche ist sehr klein. In Rust wird Furmint traditionell vereinzelt noch für den Ausbruch verwendet.

Wichtige ampelografische Merkmale
Blatt: kreisförmig bis fünfeckig, fünflappig
Traube: sehr groß, dichtbeerig, zylindrisch, geschultert, Beitraube häufig vorhanden; Beeren sind oval, grüngelb gefärbt mit neutralem Geschmack.

Reifezeit: spät

Bedeutung, Ansprüche: Die Sorte ist für Botrytis sehr anfällig, daher wird sie für die Erzeugung von edelsüßen Weinen bevorzugt.  Benötigt hochwertige, warme, trockene Lagen und kalkreiche Böden. Nachteilig für den Anbau ist, dass sie gegen Winter- und Spätfröste sehr empfindlich und für Peronospora und Oidium sehr anfällig ist.

Wein: Die Weine sind extraktreich und füllig, mit relativ hohem Säure- und Alkoholgehalt, was ihre Langlebigkeit unterstützt. Typisch ist ein honigartiges Aroma. Liefert besonders im hohen Prädikatsbereich gute Qualität.