Pinot Noir (Blauer Spätburgunder,Blauburgunder)

Ein Bild zeigt Trauben der Rebsorte Blauburgunder
© ÖWM / Oberleitner

Herkunft: Frankreich, Burgund

Abstammung: Natürliche Kreuzung aus Schwarzriesling x Traminer

Anbaufläche und Verbreitung: 616 ha, 1,3 %

Pinot Noir hat ausgehend von Burgund weltweite Verbreitung erlangt und ist auch in beinahe allen österreichischen Weinanbaugebieten vertreten.

Wichtige ampelografische Merkmale
Blatt: fünfeckig, drei- bis fünflappig, Stielbucht etwas überlappend
Traube: kleintraubig, dichtbeerig, zylindrisch, kleine, rundliche Beeren mit blauschwarzer, dünnschaliger Haut

Reifezeit: mittel bis spät

Bedeutung, Ansprüche: In Österreich verzeichnet die Sorte zunehmende Bedeutung. Die Anbaufläche wurde im Zeitraum von 1999 bis 2009 um 58,6 % erweitert. Benötigt frühe und gute Lagen mit tiefgründigen, warmen Böden mit guter Wasserversorgung und ist besonders für Botrytis und Chlorose anfällig.

Wein: Pinot Noir kann auf idealem Standort, bei hoher Reife und gekonnter Vinifikation hochwertige, lagerfähige Weine hervorbringen, auch wenn die sensible Sorte im Weingarten und im Keller für den Winzer eine Herausforderung darstellt. Charakteristisch ist seine eher helle Farbe. Der typische Duft ist dezent, mit einem Aromenspektrum, das von roten Beerenfürchten (Erdbeere, Himbeere Weichseln) und Waldboden bis hin zu Dörrpflaumen reicht.