Österreichischer Sekt

Österreich hat hervorragende Weinbaugebiete, Winzer und international anerkannte Weine. Wo Österreich draufsteht, muss auch Österreich drin sein – nur so kann das Top-Image heimischer Produkte auch in Zukunft weltweit gesichert werden. §2 Abs. 2 Österreichisches Weingesetz definiert „Österreichischen Wein“ als in Österreich aus österreichischen Weintrauben hergestellten Wein. Das gilt auch für österreichischen Sekt.

„Österreichischer Sekt“ („Österreichischer Qualitätsschaumwein“) ohne geografische Angabe oder geschützte Ursprungsbezeichnung darf unter dieser Bezeichnung lediglich in Verkehr gebracht werden, wenn er ausschließlich aus den 36 in Österreich für die Herstellung von Qualitätswein zugelassenen Rebsorten bereitet wurde und in Aussehen, Geruch und Geschmack frei von Fehlern ist.

Achtung: Diese Kategorie entspricht in puncto Herkunft einem Wein ohne geografische Angabe oder geschützte Ursprungsbezeichnung mit Rebsorten- oder Jahrgangsbezeichnung und darf daher nicht mit Qualitätswein auf eine Stufe gestellt werden – im Gegensatz zu Sekt g. U.!

Sowohl „Österreichischer Sekt“ als auch „Sekt g. U.“ sind Erzeugnisse, die in geschlossenen Behältnissen bei 20° C einen auf ungelöstes Kohlendioxid zurückzuführenden Überdruck von mindestens 3,5 bar aufweisen.

Wenn entweder die der Herstellung zu Grunde liegenden Trauben oder der Grundwein aus Österreich stammen, darf das Erzeugnis mit „Österreichischer Sekt“ bezeichnet werden. Ist lediglich die Herstellung des Sekts in Österreich erfolgt, darf das Produkt mit „hergestellt in Österreich“ bezeichnet werden.

Der Tag des österreichischen Sekts

Das Bild zeigt zwei befüllte Schaumweingläser. Einmal weiß und einmal rosé. Copyright: Österreich Wein Marketing.
© ÖWM

Jedes Jahr wird am 22. Oktober der „Tag des österreichischen Sekts“ begangen. Dabei wird dieses heimische Qualitätsprodukt in ganz Österreich durch verschiedenste Aktivitäten in den Mittelpunkt gerückt. An zahlreichen Veranstaltungen können sich Sektliebhaber über das Produkt und die Herstellungsmethoden informieren und dabei die diversen Sorten verkosten. Dieser „Tag der offenen Tür“ in den heimischen Sektkellereien ist somit die perfekte Gelegenheit, um die Facetten des österreichischen Sekts kennen und genießen zu lernen.

Der „Tag des österreichischen Sekts“ dient vor allem der stärkeren Bewusstseinsbildung für Qualität, Vielfalt und Herkunft des österreichischen Sekts in Gastronomie, Handel und bei den Konsumenten. Gleichzeitig ist der 22. Oktober der Startschuss für die beginnende Sekt-Hochsaison: So werden bis zum Jahresende insgesamt rund 12 Millionen Flaschen Sekt konsumiert, dies entspricht in etwa 45 Prozent der gesamten Jahresmenge. Darüber hinaus soll die Initiative auch die Vielfalt und die zahlreichen Einsatzmöglichkeiten von Sekt aufzeigen. So ist Sekt einerseits ideal als Aperitif oder um besondere Momente zu zelebrieren. Andererseits eignet er sich bestens als Speisenbegleiter – oder für eine gesamte Menüfolge. Zudem ist er beliebt als Zutat trendiger Cocktailvariationen, bei der Zubereitung ausgefallener Gerichte und er bildet die prickelnde Umrahmung unzähliger weiterer Anlässe.

Das österreichische Sektkomitee

Seit mehreren Jahren arbeitet die heimische Weinwirtschaft intensiv an einem verbesserten Profil für heimische Qualitätsschaumweine. In einem ersten Schritt wurde – analog zu den Regionalen Weinkomitees – bereits 2013 das Österreichische Sektkomitee gegründet.

Seit April 2013 gibt es offiziell ein Österreichisches Sektkomitee. Dieses ist vom rechtlichen Status her vergleichbar mit den zwölf bestehenden, regionalen Weinkomitees – wie beispielsweise Weinviertel, Kamptal oder Thermenregion – hat aber einen Wirkungsbereich für ganz Österreich.
Das Österreichische Sektkomitee ist eine Körperschaft öffentlichen Rechts. Seine Tätigkeiten umfassen insbesondere die Verbesserung von Know-how und Transparenz bei Erzeugung und Vermarktung von österreichischem Sekt. Vordergründiges Ziel ist, bei den Konsumenten mehr Bewusstsein für das heimische Spitzenprodukt zu schaffen und es präsenter zu machen.
Im Zuge der Neuregelung der Beitragsstruktur wurde das Österreichische Sektkomitee in die Aktivitätenagenda der Österreich Wein Marketing (ÖWM) integriert. Gemeinsam mit der ÖWM sind Marktforschung und Marketingmaßnahmen vorgesehen. Auch die Entwicklung weintouristischer Aktivitäten ist Teil dieser Zusammenarbeit.
Vorsitzender des Sektkomitees – gewählt für 5 Jahre – ist Herbert Jagersberger aus dem Hause Schlumberger, Geschäftsführer ist Mag. Benedikt Zacherl.

 

Kontakt

Österreichisches Sektkomitee
Mag. Benedikt Zacherl
Heiligenstädter Straße 41-43
1190 Wien
T: +43 (1) 368 22 58 520
E-Mail: info@oesterreichsekt.at