Biologisch-dynamischer Weinbau

Die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise eines Betriebes beruht auf den Grundlagen von Rudolph Steiner.

Ein Bild zeigt einen Weingarten im Frühling
Weingarten, © ÖWM / Komitee Kamptal

Der biologisch-dynamische Weinbau ist eine Steigerung der organisch-biologischen Produktionsmethode. Eine ganzheitliche Betrachtung des Betriebes (Mensch, Tier, Pflanze) und geschlossene Kreisläufe durch artenreiche Fruchtfolge und Viehhaltung ist das Ziel dieser Produktionsmethode, das in Weinbaubetrieben nur sehr schwierig zu verwirklichen ist. Neben den im organisch-biologischen Weinbau verwendeten Pflanzenstärkungsmitteln  kommen zusätzlich spezifisch wirkende Präparate, wie Hornkiesel- und Hornmistpräparate (Die Wirkung von den genannten Präparate ist wissenschaftlich nicht erwiesen.) und verschiedene Pflanzenauszüge unterstützend zum Einsatz. Pflanzenstärkungsmittel sind Stoffe, die ausschließlich dazu bestimmt sind, die Widerstandsfähigkeit von Pflanzen gegen Schadorganismen zu erhöhen und Pflanzen vor nicht parasitären Beeinträchtigungen zu schützen. (Das heißt, es dürfen keine direkten Schutzwirkungen gegen Krankheiten und Schädlinge hervorgerufen werden. Wenn derartige Eigenschaften vorhanden sind, handelt es sich um ein zulassungspflichtiges Pflanzenschutzmittel. Pflanzenstärkungsmittel sind in ihrer überwiegenden Zahl keine chemisch-synthetischen Produkte, sondern natürlichen Ursprungs. Ein Nachweis der Wirksamkeit wird gesetzlich nicht verlangt.)

Die ganzheitliche Betrachtung schließt auch kosmische Einwirkungen wie die Mondphasen auf die Organismen mit ein. Bodenbearbeitung, Aussaat und Kellerarbeit sollen unter Berücksichtigung der planetaren Konstellation durchgeführt werden, soweit das Betriebsstruktur und Wetter zulassen. (Die Einwirkungen von bestimmten Planetkonstellationen bei Pflegearbeiten im Weingarten und Keller ist wissenschaftlich nicht erwiesen.)

Wie beim organisch-biologischen Weinbau sind leicht-lösliche chemisch-synthetische Dünger und Herbizide verboten. Bei Vorliegen einer Bodenuntersuchung können auch Mineraldünger ausgebracht werden. Der Boden wird begrünt und soll regelmäßig mit organischem Dünger gedüngt werden. Leider ist die ausreichende Bereitstellung von organischem Dünger im Weinbaubetrieb nicht so einfach. Wird dieser zugekauft, muss er auch aus einem biologisch-dynamischen Betrieb stammen.

Biologisch-dynamische Betriebe garantieren  die Gentechnikfreiheit aller im Betrieb verwendeten Mittel.