Nachhaltigkeit in Österreichs Weingärten

Eine Übersicht über die verschiedenen Systeme des nachhaltigen Weinanbaus in Österreich.

Nachhaltigkeitslogo, © ÖWM
Nachhaltigkeitslogo, © ÖWM

In der Landwirtschaft ist Nachhaltigkeit seit vielen Jahren ein wichtiges Thema. Durch den Einsatz von Pflanzenschutz- bzw. Pflanzenpflegemitteln, Dünger in verschiedenster Form, aber auch durch einen hohen Maschinen- und damit Energie- und Wasseraufwand ist der Weinbau eine sehr intensive Form der Landwirtschaft. Ziel eines nachhaltigen Weinbaus ist es, dass die Ressourcen möglichst geschont werden und emissionsarm produziert wird. Zu einem nachhaltigen Weinbau gehören bei ganzheitlicher Betrachtung auch die anschließenden Verarbeitungs- und Vertriebsketten und schließlich auch die KonsumentInnen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg bis Ende der 1970er-Jahre bestand ein Aufholbedarf an Nahrungsmitteln. In dieser Zeit wurden sowohl die Mechanisierung in der Landwirtschaft als auch die Anwendung von neuen Pflanzenschutzmitteln vorangetrieben. Diese Entwicklung trug zur Steigerung und Sicherung der Produktion bei, woraus sich ein erhöhter Bedarf an Düngemitteln ergab. Durch übertriebenen Einsatz von Technik und Chemie sowie aufgrund einer vorherrschenden Unkenntnis über deren Auswirkungen wurden damals Fehler gemacht. Erst im Zuge einer allgemeinen Bewusstseinsbildung wurde allmählich in Richtung Ökologie gegengesteuert, und zwar durch die Umsetzung nützlings- und umweltschonender Produktionsmethoden, wie:

•    Integrierter Weinbau
•    Organisch-biologischer Weinbau
•    Biologisch-dynamischer  Weinbau

Sukzessive setzten sich in den Weingärten stärker auf Nachhaltigkeit bedachte Produktionsweisen durch. Diese Methoden werden laufend weiterentwickelt. 83% der gesamten österreichischen Weinbaufläche werden entweder biologisch oder integriert bewirtschaftet.

Das Bild zeigt die Aufteilung der weinbaulichen Produktionsmethoden.
© ÖWM, Grüner Bericht

Autor

Ing. Karl Bauer, Krems