Eisenberg DAC

Der Wein

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So sind das südliche Burgenland und der Blaufränkisch seit jeher ein perfektes Paar, und wenn sie gemeinsam auftreten, dürfen sie nun stolz das Prädikat „Eisenberg DAC“ auf dem Etikett tragen, während alle anderen Weine aus dieser Region „Burgenland“ als Herkunft angeben. Somit wird dem charakterstärksten und faszinierendsten Wein der Region nun mit einer eigenen Appellation gehuldigt. Würzige Mineralik ist das charakteristische Merkmal des klassischen Eisenberg DAC. Gemeinsam mit einem fruchtigen, erfrischenden Sortenbukett nach Kirschen, Weichseln und Brombeeren, mit eleganter, nicht aufdringlicher Struktur, charmantem Tannin und einer erfrischenden Säure zeigt dieser Wein alle Vorzüge seiner Herkunft. Später geerntete Blaufränkisch oder Weine aus wärmeren Lagen entwickeln Dichte und Kraft (mind. 13 % vol.) und benötigen daher auch eine längere Lagerzeit, bis sie rund und balanciert werden. Sie werden als „Reserve“ bezeichnet und reifen in großen oder kleinen Holzfässern.

Das Gebiet

Ganz im Süden des Burgenlandes liegt ein Gebiet, dessen wellige Hügel und steile Hänge mit Reben bepflanzt sind, während die Kuppen oft Laub- und Tannenwälder krönen. Hier treffen das kontinentale und das mediterrane Klima aufeinander, der Osten geht in den Süden über, Landschaften, Klimazonen und Kulturen vermengen sich zu einem Unikat, das still und oft verschlossen wirkt. Das Gebiet ist von zahllosen Grünnuancen geprägt, von abwechslungsreichen Geländewellen, stillen Orten und charakterstarken Menschen. Von den 515 ha Rebfläche des Gebiets fallen rund 180 ha auf den Blaufränkisch. Ausgehend von der prägnantesten Erhebung der Region wurden die Rotweine des Südburgenlandes seit jeher als „Eisenberger“ bezeichnet, und man dachte dabei an mineralische, erdige Blaufränkisch mit einer ganz eigenen Pikanz, die in dieser Art nirgendwo sonst auftritt.

Diese alte Tradition lässt man nun mit der Etablierung eines „Herkunftskontrollierten gebietstypischen Weines“ (DAC = Districtus Austriae Controllatus) wieder aufleben. An den steilen Hängen findet man vornehmlich Schieferböden, die sehr klarfruchtige, mineralisch geprägte Weine hervorbringen. Am Fuß der Erhebungen sind die Böden tiefgründiger mit stark eisenhaltigem Lehm, der für erdige Weine mit faszinierender Tanninstruktur sorgt. Beide Bodentypen sind einzigartig in Österreich und garantieren daher einen unverwechselbaren Weintypus.

Kulinarik Tipp

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Dank seiner erfrischenden Säurestruktur und der charmanten Tannine ist der Eisenberg DAC (am besten ein wenig gekühlt) ein genialer Begleiter für zahlreiche Speisen. Der klasssische Eisenberg DAC passt zum Beispiel ideal zu einem gebratenen Südburgenländischen Stubenhendl. Für dunkleres Fleisch wie die regionale Spezialität „Filet vom Moorochsen“ sollte man schon zu einer etwas gereiften Reserve greifen.

Eisenberg DAC (Eisenberg DAC Reserve: seit Jahrgang 2008, Eisenberg DAC: seit Jahrgang 2009)

Rebsorte:

Blaufränkisch

Stufen:

Eisenberg DAC: Einreichung der Prüfnummer ab 1. Juni des auf die Ernte folgenden Jahres, Verkauf ab 1. September des auf die Ernte folgenden Jahres

Eisenberg DAC Reserve: Einreichung der Prüfnummer ab 1. Jänner des auf die Ernte zweitfolgenden Jahres, Verkauf erst ab 1. März des auf die Ernte zweitfolgenden Jahres, Ausbau im großen Eichenfass oder in Barriques

Alkohol:

Eisenberg DAC: mind. 12,5 % vol.

Eisenberg DAC Reserve: mind. 13,0 % vol.

Restzucker:

max. 4 g/l

Geschmacksprofil:

Eisenberg DAC: fruchtig, mineralisch-würzig, kein bis kaum merkbarer Holzton

Eisenberg DAC Reserve: fruchtig, mineralisch-würzig, kräftig

Etikettierung:

Herkunftsbezeichnung (inkl. "DAC") ist auf dem Vorderetikett anzuführen.

Verschluss:

Eisenberg DAC: Naturkork, Schraubverschluss oder Glasverschluss

Eisenberg DAC Reserve: Naturkork, Schraubverschluss oder Glasverschluss

Stand 2012