25 Jahre ÖWM

Viel Zeit zum Feiern haben wir gar nicht. Das geplante ÖWM Geburtstagsclubbing mussten wir fallenlassen. Soviel Energie zur Selbstbeweihräucherung erschien uns unvertretbar. Und doch: Manchmal sollten wir doch ein wenig innehalten und uns über das Erreichte freuen. Das haben wir mit einer sehr gut besuchten Pressekonferenz getan. Und schon braust der ÖWM-Express wieder los: Trotz der um 40% geringeren Ernte werden wir auch heuer den Exportumsatz-Rekord des Vorjahres toppen – übrigens zum 6. Mal in Folge. Und mit der guten Ernte 2011 im Rücken können wir neue Ziele formulieren, die mit den bisherigen Maximalziffern nichts mehr gemein haben.

Ein Bild zeigt das Cover des Jahresberichts 2011

Wir könnten mittelfristig die Erlöse nochmals verdoppeln. 200 Millionen € Exportumsatz (gegenüber 123 Mio im Jahr 2010) wären nicht einmal das Ende der Fahnenstange. Neuseeland macht mit 2/3 unserer Anbaufläche 500 Mio! Also frisch voran, aber dazu brauchen wir vor allem eines: Eine totale Bündelung der Werbung, größere Klarheit und vor allem Produktsicherheit. Die ÖWM fordert hier eine neue Kraftanstrengung aller Beteiligten. Die WinzerInnen müssen in Vorleistung gehen und ihre Etiketten in Ordnung bringen. Die gesetzliche Herkunft des Weins (bei Qualitätswein das Weinbaugebiet) MUSS auf dem Vorderetikett aufscheinen. Erst das macht Dachmarketing effektiv, weil Millionen Etiketten die Schlüsselbotschaft der Produktherkunft transportieren. Eine billigere und wirksamere Weinwerbung ist gar nicht vorstellbar. Dann entsteht beim Konsumenten endlich Klarheit, weil damit auch die Kataloge des Weinhandels, die Weinkarten der Gastronomie, die Informationen am Regal und die Verzeichnisse von Degustationen mit der Dachwerbung der ÖWM und der Gebiete Synergien bilden.

Ich garantiere, dass wir damit einen unglaublichen Schub an Konsumentenvertrauen bekommen können. Es gibt nur eine weitere Bedingung, die dabei zu berücksichtigen ist: Es MUSS in einer Flasche Wein das drinnen sein, was auf dem Etikett steht. Das gilt für alle Ebenen der Herkunft: Österreich, Weinbauregion, Weinbaugebiet (mit und ohne DAC), Gemeinde und Riede. Wir werden uns 2012 massiv dafür einsetzen, dass hier noch mehr Klarheit geschaffen wird. Die katastermäßige Definition der Rieden ist dabei ein wichtiger und dringend notwendiger erster Schritt.