Qualität von österreichischem Sekt auf die Spitze getrieben

21. Oktober 2015 - Der Tag des Österreichischen Sekts 2015 bietet Anlass zu feiern. Die drei Stufen der Qualitätspyramide des österreichischen Sekts werden ab sofort mit der Nomenklatur „Klassik“, „Reserve“ und „Große Reserve“ bezeichnet. Damit einher geht nicht nur die Garantie, mit dem Kauf von österreichischem Sekt mit geschützter Ursprungsbezeichnung einen Wein mit garantierter Herkunft zu beziehen, sondern auch die Gewährleistung, dass bei der Produktion höchste Standards eingehalten werden. Und die Qualität wird auf die Spitze getrieben. Haben in den letzten Jahrzehnten Weine aus Österreich durch ihr Weltklasse-Niveau mehr und mehr internationale Aufmerksamkeit erregt, macht sich nun auch Sekt aus Österreich auf einen Erfolg versprechenden Weg in die Zukunft.

Sekt aus Österreich g.U. – Herkunft bürgt für Qualität

Nach einem zwei Jahre währenden Prozess der Qualitätsjustierung haben sich die österreichischen Sektproduzenten auf ein strenges Regelwerk geeinigt, keine leichte Kür, galt es doch, sowohl die Interessen großer Häuser, als auch die einzelner Winzer unter einen Hut zu bringen. Vom Österreichischen Sektkomitee und dem Ausschuss der selbst versektenden Winzer wurde gemeinsam mit der Österreich Wein Marketing (ÖWM) und den Experten der Kammern und des Landwirtschaftsministeriums eine neue legistische Basis für einen österreichischen Qualitätssekt geschaffen – analog zum Qualitätswein. Aus einer Flut von Schaumweinen ohne Identität erhebt sich nun der österreichische Sekt mit geschützter Ursprungsbezeichnung (g.U.). Sekt, der seine Herkunftsgeschichte zu erzählen weiß, ob er nun von Poysdorfer Frische zeugt, von Langenloiser Mineralik, pannonischem Tiefgang aus Gols oder von brillanter Aromatik aus Gamlitz - starke Charaktere kommen aus allen Weinbaugebieten Österreichs. Unser Sekt ist bereit für eine große Karriere.

Die Sekt Qualitätspyramide: Klassik, Reserve, Große Reserve

Das Bild zeitg die dreistufige Qualitätspyarmide.
Dreistufige Qualitätspyramide, © ÖWM

Die Stufe „Klassik“ definiert strenge Mindestanforderungen und garantiert vor allem die Herkunft der zugrunde liegenden Trauben aus einem Bundesland sowie eine Mindestlagerzeit des Sekts auf der Hefe von 9 Monaten. Ab der Stufe „Reserve“ sind ausschließlich Sekte zugelassen, die nach der traditionellen Methode (Flaschengärung) produziert wurden. Die Trauben und Grundweine müssen hier aus einem generischen Weinbaugebiet stammen (Bundesland), eine Reifezeit auf der Hefe von mindestens 18 Monaten ist vorgeschrieben. Für die höchste Stufe „Große Reserve“ der flaschenvergorenen Spitzensekte dürfen die Trauben nur in einer einzigen Weinbaugemeinde gelesen und gepresst werden und dürfen nach dieser bezeichnet werden, wobei Lagenbezeichnungen möglich sind. Nach der Flaschengärung von mindestens 30 Monaten kommen die Sekte dieser Kategorie erst frühestens drei Jahre nach der Ernte auf den Markt. Die einzelnen Stufen umfassen weitere qualitätssichernde Standards, wie die Arbeit im Weingarten, Ernte, Handlese, Schütthöhe, Ausbeutesatz und die schonende Pressung. Kriterien für die Sektgrundweine sowie für die Prüfung und Kontrolle der Qualitätsstufen werden in den nächsten Monaten im Detail erarbeitet und festgelegt.

Das Team der ÖWM wird den Aufschwung des Österreichischen Sekts gerne weiterhin tatkräftig unterstützen und freut sich auf eine spannende Erfolgsgeschichte. Darauf lassen wir heute, am Tag des österreichischen Sekt, gerne die Korken knallen!

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