„Mittelburgenland DAC“ - Österreichs nächster Herkunftswein fruchtig, würzig – unverkennbar Blaufränkisch

4. September 2006 - Seit 2002 haben Österreichs Weinbaugebiete die Möglichkeit ihre regionstypischen Weine unter einem klaren Appellationssystem (DAC) zu vermarkten. Als erstes Rotweingebiet Österreichs folgt das Mittelburgenland dieser Strategie und präsentiert ab dem Jahrgang 2005 typische Blaufränkisch-Weine unter dem Namen „Mittelburgenland DAC“. Eine gehaltvollere Variante wird die Zusatzbezeichnung „Reserve“ tragen. Die heimische Weinwirtschaft setzt damit ihre Strategie der intensiveren Betonung von Herkunftsweinen mit klaren Geschmacksbotschaften fort.

Notwendigkeit einer klaren Positionierung

Mittelburgenland DAC Logo, Copyright ÖWM
Mittelburgenland DAC Logo, © ÖWM

„Die zunehmende Industrialisierung der internationalen Weinwirtschaft verlangt von Österreich eine klare Positionierung“, ist Michael Thurner, Geschäftsführer der Österreichischen Weinmarketinggesellschaft (ÖWM) überzeugt. Regionstypische Herkunftsweine (DAC) tragen zur Antwort Österreichs auf die Industrialisierungsstrategie anderer Länder bei. „In Österreich stehen Terroir, Handarbeit und die Herkunft beim Wein im Vordergrund“, so Thurner.

DAC als Rahmenbedingung für ein Herkunftsprofil

Seit Juli 2002 erlaubt das österreichische Weingesetz Qualitätsweine mit typisch regionaler Herkunft und klarem Geschmacksprofil unter der Bezeichnung des Weinbaugebiets und dem Zusatz "DAC" zu vermarkten. Das Regionale Weinkomitee Burgenland hat sich entschieden, herkunftstypische Rotweine aus dem Mittelburgenland ab dem Jahrgang 2005 unter der Bezeichnung „Mittelburgenland DAC“ auf den Markt zu bringen. Mit einem Flächenanteil der traditionellen Rebsorte Blaufränkisch von über 55 % lag die Entscheidung nahe, dass nur diese Weine, die einem definiert typischen Geschmack entsprechen, die Bezeichnung "Mittelburgenland DAC" tragen dürfen. Alle anderen Weine können weiterhin als Qualitätsweine unter der Herkunftsbezeichnung Burgenland verkauft werden.
"Ich freue mich, dass das Mittelburgenland mit dem Blaufränkischen nun auf das moderne DAC-System setzt. Gefestigtes Selbstbewusstsein in den Weinbaugebieten, verstärkte brancheninterne Zusammenarbeit sowie Bekenntnis zu gebietstypischen Weinen mit klarem Geschmacksprofil ist Grundvoraussetzung für national und international erfolgreiches Weinmarketing", so Landwirtschaftsminister Josef Pröll.

Betonung regionaler Identität

Lange Zeit hat das Weinbaugebiet Burgenland über eine Gesamtlösung „Burgenland DAC“ diskutiert. Die Vielfalt der Weinstile in den Gebieten sowie die Verschiedenartigkeit der Regionen machte schlussendlich eine solche Bezeichnung nicht möglich. „Mit dem „Mittelburgenland DAC“ Modell wird der regionale Charakter der Region Burgenland zusätzlich hervorgehoben und die Interessen der Winzer und des Weinhandels besonders berücksichtigt“, betont Nikolaus Berlakovich, burgenländischer Agrarlandesrat.

„Mittelburgenland DAC“: fruchtig, würzig – unverkennbar Blaufränkisch

„Der Blaufränkisch ist unsere Rebsorte, nirgendwo in Österreich ist soviel von dieser autochthonen Rebsorte zu finden wie bei uns im Mittelburgenland“, freut sich Anton Iby, Obmann des Regionalen Weinkomitees Burgenland. „Es ist logisch und aus der Tradition nur konsequent, dass wir uns über diese Rebsorte am Markt positionieren.“ Für den Jahrgang 2005 rechnet Iby mit über 800.000 Flaschen von 42 Winzern.

„Mittelburgenland DAC“ Weine müssen aus der Rebsorte Blaufränkisch gekeltert werden, einen Mindestalkoholgehalt von 12,5% und einen max. Restzucker von 2,5g/lt aufweisen. Weine mit der Bezeichnung „Mittelburgenland DAC“, die ab 1. März des auf die Ernte folgenden Jahres auf dem Markt kommen, dürfen im Stahltank oder im traditionell großen Holzfass ausgebaut werden und besitzen keinen Barriqueton. Diese Weine dürfen auch die Zusatzbezeichnung Classic tragen. Rieden- oder Markennamen sind bei dieser ersten Stufe in Verbindung mit einem kräftigeren Weinstil und einem möglichen Ausbau in gebrauchten Barriques erlaubt. Die zweite Stufe „Mittelburgenland Reserve DAC“ umfasst gehaltvollere Blaufränkisch-Tropfen, die auch in neuen, kleinen Holzfässern ausgebaut werden dürfen und erst ab dem 1. März des zweiten auf die Ernte folgenden Jahres verkauft werden.
Stilistisch charakterisiert sich der „Mittelburgenland DAC“ über ein Bukett von Brombeeren und Kirschen, vereint mit einer ausgeprägten Frucht am Gaumen und würzigen Anklängen.

Einmalig: Analytische Zuordnung der Herkunft möglich

Dieses Bild zeigt eine Karte vom Mittelburgenland
© ÖWM

Im Zuge einer umfassenden Sortencharakterisierungsstudie am Bundesamt für Weinbau in Eisenstadt wurde der Weintyp „Mittelburgenland DAC“ untersucht. „Über die Analyse und statistische Auswertung von Weininhaltsstoffen, insbesondere von Aromakomponenten und Mineralstoffen, konnte die Weinherkunft (Weinbaugebiet Mittelburgenland) eindeutig zugeordnet werden. Auffällig waren dabei die auch aus internationaler Sicht sehr hohen Resveratrolgehalte“, so Walter Flak, Leiter des Bundesamtes für Weinbau, über den Mittelburgenland DAC.

Präsentation Mittelburgenland DAC

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  • Kartenausschnitt Mittelburgenland DAC
  • Michael Thurner
  • Grafik "Blaufränkisch im Burgenland"
  • Logo Mittelburgenland DAC
  • Nikolaus Berlakovich
  • Walter Flak, Leiter Bundesamt für Weinbau
  • Stolz auf den neuen Mittelburgenland DAC: (v.l.n.r.:) Agrarlandesrat Nikolaus Berlakovich, Landwirtschaftsminister Josef Pröll, ÖWM-Geschäftsführer Michael Thurner, Obmann Regionales Weinkomitee Burgenland und Winzer Anton Iby.
  • Anton Iby
  • Pressekonferenz Mittelburgenland DAC: Michael Thurner, BM Josef Pröll, Nikolaus Berlakovich, Anton Iby
  • BM Josef Pröll

Fotogalerie "Mittelburgenland DAC"

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  • Mittelburgenland DAC: Blaufränkisch
  • Mittelburgenland DAC: Blaufränkisch
  • Mittelburgenland DAC: Blaufränkisch
  • Mittelburgenland DAC: Blaufränkisch
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  • Mittelburgenland DAC: Blaufränkisch
  • Mittelburgenland DAC: Blaufränkisch
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Presseinformation

Österreich Wein Marketing GmbH

Gabriele Burian
Diplom Sommelière
Bereichsleitung Kommunikation

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