Schwarzböck: EU-Erweiterung bringt Chancen für Weinwirtschaft

30. Dezember 2002 - Noch vor Beitritt Marketingoffensive in Beitrittsländern starten. „Die Erweiterung der Europäischen Union bedeutet für die heimische Weinwirtschaft eine positive Herausforderung und Chance gleichzeitig. Denn der Beitritt von zehn Mitgliedstaaten eröffnet Österreich neue Märkte.

Bild eines Weingartens
Weingarten, © ÖWM

Einer möglichen Konkurrenz von Weinbauern in einigen Ländern, wie Tschechien, Slowakei, Ungarn oder Slowenien, stehen ungleich mehr Konsumenten in den neuen EU-Ländern als Kunden für österreichischen Wein gegenüber. Wollen wir jedoch nachhaltig erfolgreich sein, müssen wir schon heute unsere geographische Nähe zu den neuen Märkten nützen und in diesen Ländern mit einer Marketingoffensive aktiv werden“, stellt der Vorsitzende der Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammern Österreichs, Rudolf Schwarzböck fest.

Wein: Qualität aus Österreich

„Qualität aus Österreich hat heute schon in zahlreichen neuen Mitgliedsländern einen guten Namen. Wir müssen unseren Know-how-Vorsprung, den wir auch in der Weinwirtschaft besitzen, entsprechend einsetzen, um für Österreichs Weine rechtzeitig Marktanteile zu erobern. Die Chancen dafür sind voll intakt. Heimischer Wein konnte sich in den letzten Jahren als Folge enorm gestiegener Qualitätsanstrengungen unserer Winzer und erfolgreicher Marketingbemühungen der ÖWM international im Spitzenfeld behaupten. Diese hervorragende Startposition gilt es nun in den neuen EU-Ländern in spürbare Exporterfolge umzumünzen“, so Schwarzböck weiter, der die neuen heimischen Herkunftsweine mit der Bezeichnung „DAC“ („Districtus Austriae Controllatus“) als „probates Mittel für den Markterfolg“ bezeichnete.

Standards: Gleiche Spielregeln für alle

„Nicht nur für den Weinsektor, sondern für den gesamten Lebensmittelbereich müssen gleiche Spielregeln, also die selben Standards für alle gelten. Das ist schon aus Gründen möglicher Wettbewerbsverzerrungen klar. Unterschiedliche Standards würden sonst sofort als Wettbewerbsinstrument missbraucht. Wenn einzelne Kandidatenländer Übergangsregelungen für die Anwendung bestimmter Veterinär-, Hygiene und Tierschutzbestimmungen zugestanden bekommen, so sind solche Produkte nur für das jeweilige Land und nicht für den Binnenmarkt verkehrstauglich. Dass diese nicht in den Binnenmarkt gelangen, dafür ist Sorge zu tragen. Die immer kritischer werdenden Konsumenten verlangen nämlich von unseren Bauern die genaue Einhaltung der bestehenden Regeln. Deshalb verlangen wir, dass nicht Binnenmarkt-taugliche Ware auch nicht im Binnenmarkt in den Regalen landet“, so Schwarzböck abschließend.

Presseinformation

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Gabriele Burian
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Bereichsleitung Kommunikation

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