Warum Österreichs Jungweine immer mehr Zuspruch finden - Der Reiz des Neuen

11. Oktober 2001 - Jedes Weinjahr erhält in unseren Breiten durch den Witterungsverlauf seine ganz besondere Ausprägung. Deshalb ist es auch immer wieder spannend, die neuen Weine im Herbst zum ersten Mal zu verkosten. Auch wenn "Junge Österreicher" vor allem als Vorboten der lagerfähigeren Spitzentropfen gelten, tragen sie meist schon die Kennzeichen des Jahrganges in sich.

Happy End mit Sonnenschein

Stilleben
Stilleben, © ÖWM

Die "Jungen Österreicher 2001" präsentieren sich durchwegs mit überraschender Reife und einer für Österreich typische feinen Säure. Das Frühjahr war mild, der Sommer über lange Strecken heiß und trocken. Als Konsequenz wurden die Jungweine bereits sehr früh gelesen. Der warme Sommer mit viel Sonne hatte wieder einmal die Reife vorangetrieben. Daran konnte auch die Regenperiode im September nichts ändern. Denn gerade noch rechtzeitig stellte sich die milde Herbstsonne ein und verspricht zurzeit wieder eine sehr gute Ernte.

Der Tipp für (W)einsteiger

Attraktiv sind Junge Österreicher auch für die ersten Begegnungen mit der Welt des Weines. Der fruchtige Geschmack gefällt dem Weinnovizen und öffnet den Weg für profundere, vinophile Erlebnisse. Jungweine zu trinken soll einfach Spaß machen, dem Einsteiger genauso, wie dem mit allen Weinen bekannten Experten.

Gans und Wild und Junge Weine

Junge Weißweine eignen sich nicht nur als herrlicher Aperitif, sie sind im Weinherbst auch exzellente Speisenbegleiter, vor allem zu Huhn und Ente, Wildgeflügel und Wildschwein, aber auch zur klassischen Martinigans. Die feine Säure unterstützt höchst angenehm die Verdauung der doch oft üppigen Herbstgerichte, die Fruchtigkeit erfrischt den Gaumen, und weniger Gerbstoff schont den Magen. Allerdings sollte z.B. das Wildgeflügel, wenn es zu Weißwein serviert wird, zartrosa bis gut durchgebraten sein.