"Capitaler" Erfolg für Österreichs Weißweine

21. November 2000 - Jüngste Publikationen bestätigen die steigende Anerkennung österreichischer Weine. In der November-Ausgabe des Wine Advocate widmet Robert Parker dem Weinland Österreich erstmals einen Bericht und ausführliche Verkostungsnotizen.

Österreichs Weißweine, Copyright ÖWM Fotografin Anna Stöcher
Österreichs Weißweine, © ÖWM / Anna Stöcher

Über die Auswirkungen des Artikels zeigt sich der auf Raritäten spezialisierte Weinhändler Jan Erik Paulson, der auch ein umfangreiches Österreich-Programm führt, mehr als zufrieden: "Unglaublich, welche Nachfrage dieser Artikel ausgelöst hat. Die Anfragen kamen über Internet aus aller Welt, die österreichischen Weißweine boomen!"

Eine ähnliche Wirkung erzeugte in Deutschland der Vorabdruck des Wein-Compass von Mario Scheuermann in der Capital-Ausgabe vom 16. November 2000. Scheuermann attestiert u.a. den österreichischen Grünen Veltlinern, dass sie sich mit den Spitzen aus Burgund messen können. "Mit diesen neuen Powerweinen erwächst den Premier Crus und Grand Crus der Côte d'Or offenbar ernsthafte Konkurrenz."

Das Verkostungsergebnis der weltbesten Weine führt in der Kategorie Weißweine unter den fünfundzwanzig erstplatzierten 10 österreichische Weine an. Die ersten 5 Plätze werden von Burgundern besetzt, gefolgt von Grünen Veltlinern von Knoll und Pichler sowie dem Riesling Singerriedel Smaragd von Hirtzberger. Der von Scheuermann selbst am höchsten bewertete Wein ist mit 99 Punkten Pichlers Grüner Veltliner Unendlich 1998.

In diesem Zusammenhang dürften auf das Preis- / Leistungsverhältnis bezogen die Österreichischen Weißweine ohnehin einsame Spitze sein.