Wein und Gesundheit - Weißwein hilft bei der Vorbeugung gegen Herzkrankheiten

24. September 1999 - Die Wechselbeziehung zwischen mäßigem Weinkonsum (bei normalgewichtigen Männern etwa 3/8 l pro Tag, bei Frauen deutlich weniger) und positiven Wirkungen auf den Gesundheitszustand ist ein seit längerem bekanntes und immer wieder beschriebenes Phänomen. Unter dem Schlagwort "French Paradox" wurde diese in Frankreich erstmals wissenschaftlich untermauerte These für Rotwein bekannt.

Weißweinglas
Weißweinglas , © ÖWM / Wirz

Jüngere Untersuchungen in anderen Ländern förderten aber zutage, dass dieser dem Rotwein zugeschriebene Effekt weiter geht. Der Weißwein (trocken ausgebaut) ist in seiner protektiven Wirkung dem Rotwein durchaus ebenbürtig, bei manchen Parametern aber sogar überlegen.

Univ. Prof. Dr. Klaus Jung, Sportmediziner an der Universität Mainz, forscht seit geraumer Zeit über dieses Thema. In mehreren, aufeinander aufbauenden Studien haben Jung und seine Mitarbeiter im Detail nachgewiesen, wie sich die protektiven Wirkungen insbesondere von Weißwein entfalten: "Erstens sinkt das 'schlechte', die Arterienverkalkung fördernde Cholesterin LDL, während das 'gute', herzschützende Cholesterin HDL steigt. Zweitens haben die nur im Wein enthaltenen Polyphenole - organische Verbindungen, zu denen auch Gerb- und Farbstoffe gehören - eine antioxidative Wirkung. Das heißt, sie neutralisieren schädliche Sauerstoffradikale im Körper. Drittens sinkt bei Weingenuss das die Blutgerinnung fördernde Fibrinogen, was den gefährlichen Embolien, Thrombosen, Herz- und Hirninfarkten vorbeugt."

Jungs Untersuchungen haben gezeigt, dass vor allem der dritten, fibrinogensenkenden Komponente beim Weißwein besondere Bedeutung zukommt. Er legt allerdings ausdrücklich Wert auf die Feststellung, dass Wein nicht als Therapeutikum - also zur Behandlung akuter Krankheitszustände - herangezogen werden kann, sondern ausschließlich vorbeugend einsetzbar sei (in den genannten moderaten Mengen).

Sehr zufrieden mit diesen jüngsten, wissenschaftlich penibel untermauerten Ergebnissen ist der Geschäftsführer der ÖWM, Bertold Salomon. "Durch diese Untersuchungen ist es gelungen, den Weißwein - in Maßen genossen - auch als Gesundheit förderndes Mittel hieb- und stichfest zu etablieren. Das ist ein wichtiger Zusatznutzen zum vielfältigen Vergnügen, das österreichische Weißweine bieten. Wir müssen alles daran setzen, diese Neuigkeiten, die den mäßigen Weißweingenuß zur Vorbeugung gegen Herzerkrankungen empfehlen, entsprechend bekanntzumachen und zu popularisieren", meint Salomon.