Wein aus Österreich - Ernte 1998

23. Oktober 1998 - Aufgrund der abgegebenen Schätzungen der ehrenamtlichen Berichterstatter dürfte die heurige Ernte mit 2,8 Mio. hl um knapp 1 Mio hl höher ausfallen als 1997.

Guter Ertrag

Weinlese
© ÖWM / Komitee Kamptal

Damit erreicht die Weinwirtschaft in Österreich nach drei kleinen Ernten wieder einen durchschnittlichen Ertrag. Im Gegensatz zum Vorjahr wurden kaum Frostschäden gemeldet. Die Blüte dauerte von Anfang bis Mitte Juni und war im Vergleich zum Jahr 1997 um 14 Tage früher abgeschlossen. Sie brachte einen sehr guten Traubenansatz ohne große Verrieselungsschäden. Der regenreiche, aber warme Juli sorgte für eine gute Laubentwicklung. Hierauf folgte ein heißer, sonnenreicher August, der die Reife begünstigte und in der Folge zu den höchsten Erwartungen berechtigte. Nur das Kremstal und das Donauland meldeten nennenswerte Hagelschäden (ca. 80 ha).

Spannende Lese Nach Regentagen Anfang September konnten während einer Schönwetterwoche die Frühsorten rechtzeitig eingebracht werden. Der Witterungsverlauf blieb im Anschluß daran wechselhaft und, obwohl längere Sonnenfenster in allen Weinbaugebieten immer wieder gute Lesebedingungen ermöglichten, gestaltete sich die Ernte wesentlich aufwendiger als etwa 1997. Es empfahlen sich aufgrund beginnender Fäulnis selektive Lesedurchgänge. Des öfteren wurde die Ernte unterbrochen, um schließlich doch trockenes Traubenmaterial zur Presse zu bringen.

Naturgemäß war die Lese im Burgenland weiter fortgeschritten, doch konnten z.B. auch in der Wachau bereits Anfang Oktober die ersten Smaragde geerntet werden. Meist lagen bei Qualitätsweinen die Zuckergrade im hohen Kabinett-Bereich (17-19 Grad KMW). Die Jungweine weisen gute Extrakt- und Säurewerte auf. Für den Grünen Veltliner war die Hauptlese mit Ende Oktober abgeschlossen.

Ein Jahr für Prädikate Trotz der schwierigen Lesebedingungen sind die Qualitätswinzer zu einem Großteil sehr zufrieden. Sowohl die Weiß- als auch die Rotweine haben vom Reifevorsprung im August profitiert. Noch im November wurden extrem hochgradige Prädikatsweine gelesen. Im Gegensatz zu 1997 könnte 1998 wieder ein großes Jahr für edelsüße Weine werden, das an die Jahrgänge 89, 91 und 95 anschließt.

Presseinformation

Österreich Wein Marketing GmbH

Gabriele Burian
Diplom Sommelière
Bereichsleitung Kommunikation

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