Das Weinjahr und der Jahrgang 2001

Die Weinernte lag mit ca. 2.530.000 hl um 8 % über dem Vorjahresergebnis bzw. um 5 % über dem langjährigen Durchschnitt von 2.400.000 hl.

Der Wetterverlauf

Auf einen milden und trockenen Winter folgte ein ebenso trockenes Frühjahr mit planmäßigem Austrieb der Reben. Nach einer frühsommerlichen Periode im Mai und der problemlosen Blüte Mitte Juni sorgte ein kühler, regnerischer Juli für Niederschläge und Erholung der Pflanzen. Der August war heiß und sonnig, doch der September brachte eine anhaltende Regenperiode, die erst zu Monatsende von ebenso anhaltendem Schönwetter über den ganzen Oktober abgelöst wurde.

Weiß-, Rot- und Süßweine

Die Weißweine sind großteils von Sortentypizität und guter Säurestruktur, Fruchttiefe und Pikanz gekennzeichnet. Besonders gut präsentierte sich der Grüne Veltliner in seiner ganzen Bandbreite, aber auch die weiße Burgunderfamilie und die Sauvignons Blancs waren charakteristisch und rassig.

Die Rotweine waren bereits im Frühstadium von intensiver Frucht und weichen Tanninen geprägt. Speziell Blaufränkisch aus dem Mittel- und Südburgenland ist markant und fruchttief, aber auch Blauburgunder, Sankt Laurent und Merlot zeigen Balance und Geschmeidigkeit.

Der September sorgte für kontinuierliche Ausbreitung edelfauler Trauben, sodass im Burgenland ausgezeichnete Dessertweine erzielt wurden, die an Jahrgänge wie 1998 und 1999 anknüpfen können, wobei im Seewinkel auch größere Mengen davon eingebracht werden konnten.